Basketball

Alba Berlin: Noch mal kurz üben fürs Pokalfinale

Alba tritt im Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga bei den Baskets Oldenburg an und spielt sich schon warm fürs Pokalfinale.

Martin Hermannsson (l.) trifft an diesem Sonntag mit Alba einmal mehr auf die Oldenburger Rasid Mahalbasic und Tyler Larson.

Martin Hermannsson (l.) trifft an diesem Sonntag mit Alba einmal mehr auf die Oldenburger Rasid Mahalbasic und Tyler Larson.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Alba Berlin gegen Baskets Oldenburg, ausverkaufte Arena, ein Publikum, das bedingungslos hinter seinem Team steht und es zum Sieg antreibt: So stellen sich das die Verantwortlichen und Spieler aus der Hauptstadt am 16. Februar vor, wenn in der Mercedes-Benz Arena das Pokalendspiel steigt. Eine Partie unter umgekehrten Vorzeichen gibt es allerdings schon an diesem Sonntag (18 Uhr, Magentasport): Da empfangen die Norddeutschen zum Spitzenduell den Bundesligadritten aus Berlin. Die EWE Arena ist mit 6200 Zuschauern ausverkauft. Eine Generalprobe fürs Cup-Finale? Oder ein Spiel mit verdeckten Karten?

Albas Thiemann will als Point Guard auflaufen

„Na klar, ich werde dort als Point Guard auflaufen, um sie zu verwirren“, sagt Center Johannes Thiemann lachend. Das wäre in etwa so, als würde der Innenverteidiger im Fußball sich plötzlich als flankenschlagender Linksaußen probieren. „Nein, im Ernst“, fügt der Alba-Profi schnell hinzu, „wir versuchen, uns dort Selbstvertrauen zu holen fürs Finale.“ Also die Punkte zu holen und dann weiterzureisen nach Mailand, wo am Dienstag die nächste Herausforderung in der Euroleague wartet.

Der Respekt vor dem Gegner ist groß. Man kennt sich aus unzähligen Vergleichen in der Bundesliga; vergangene Saison beendeten die Berliner im Play-off-Halbfinale ein bis dahin sehr erfolgreiches Oldenburger Jahr. „Vieles läuft natürlich über Rickey Paulding und Rasid Mahalbasic, da gibt es nicht viel Neues“, weiß Thiemann, „sie haben eine Riesenqualität im Kader, und in den Topspielen sind die Topspieler immer da. Die werden sehr heiß sein gegen uns, auch deshalb, weil das Pokalfinale dann hier bei uns ist.“

Oldenburg spielt starke Eurocup-Saison

Für die Baskets geht es zunächst darum, sich eine gute Ausgangsposition für das Bundesliga-Play-off zu sichern. Ein Heimsieg gegen Alba wäre da Gold wert. Auch für das Selbstvertrauen natürlich und als Beleg dafür, dass man nach einer Vorsaison ohne Europapokalbeteiligung in diesem Jahr durch internationale Herausforderungen zugleich national gefährlicher einzustufen ist. Oldenburg bestreitet eine sehr gute Eurocupsaison, hat sich für die Top 16 qualifiziert und dort aktuell nach vier Spielen alle Chancen, den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen.

Den Oldenburgern könnte helfen, dass Alba am Donnerstag bei der Euroleague-Niederlage gegen Fenerbahce Istanbul (70:74) viel Kraft verloren hat. „Aber das ist ja für uns nicht neu“, sagt Manager Marco Baldi, „wir wissen schon, was uns Sonntag erwartet. Du musst jedes Mal eine hohe Intensität erreichen, um dein Spiel durchzusetzen. Und das gegen eine Mannschaft mit so hoher Qualität.“ Das Ziel sei dennoch klar: „Gewinnen. Wir brauchen die Punkte für die Tabelle.“ Und das Ego für den 16. Februar stärken? Da ist Baldi ganz anderer Meinung als sein Center Thiemann. „Mit dem Pokalfinale“, sagt er, „hat das gar nichts zu tun.“