Basketball

Alba Berlin ist mitten in Europas Elite angekommen

Zwei Siege in Piräus und Belgrad zeigen: Alba kann in der Euroleague mithalten. Wenn es nicht zu viele verletzte Spieler gibt.

Ganz stark in Belgrad: Peyton Siva (l.) lieferte 15 Punkte und einen weiteren Beweis dafür ab, wie wichtig er für das Team von Alba Berlin ist.

Ganz stark in Belgrad: Peyton Siva (l.) lieferte 15 Punkte und einen weiteren Beweis dafür ab, wie wichtig er für das Team von Alba Berlin ist.

Foto: Marko Metlas via www.imago-images.de / imago images/Camera 4/International

Berlin. Marco Baldi saß auf einem Klappstuhl am Rande des Spielfeldes in der riesigen Stark Arena in Belgrad. Der Geschäftsführer von Alba Berlin lächelte in sich hinein. Er konnte sehr zufrieden sein mit dem, was seine Mannschaft leistete. Sie gewann nach Verlängerung 94:85 bei Roter Stern Belgrad vor rund 14.000 fachkundigen, staunenden Basketball-Fans. Es war für die Berliner nach dem 93:86 zwei Tage zuvor bei Olympiakos Piräus das nächste Achtungszeichen in der Euroleague, der Eliteklasse des Kontinents. „Mehr ging nicht“, sagte Baldi, und vermutlich zog er auch noch den 82:66-Erfolg am Sonntag in Bamberg in seine Betrachtung mit ein, der den Einzug ins deutsche Pokalfinale bescherte. Drei Auswärtssiege auf schwierigem Terrain innerhalb von sechs Tagen: Da darf man schon einmal fröhlich aussehen.

Am meisten freute sich vermutlich Peyton Siva

Natürlich freuten sich alle Beteiligten. Trainer Aito Reneses machte glücklich, dass sein Team „verdient gewonnen“ habe, aber besonders, dass seine verletzten Spieler zurückgekehrt sind. Luke Sikma, der seit Wochen auf sehr hohem Niveau konstante Leistungen zeigt, äußerte sich „stolz darauf, wie ruhig wir geblieben sind“. Martin Hermannsson, der in der Verlängerung einen sehr wichtigen Distanzwurf versenkte, sagte: „Es ist gut zu sehen, dass wir auch auswärts starke Gegner besiegen können.“

Aber am meisten freute sich vermutlich Peyton Siva (29). Der US-amerikanische Spielmacher, der in dieser Saison schon dreimal wegen Verletzungen zum wochenlangen Zuschauen gezwungen war, schrie seinen Stolz förmlich heraus, nachdem er vierzig Sekunden vor Schluss mutig zum Korb gezogen war, einen äußerst schwierigen Korbleger in Belgrads Korb trotz Fouls unterbrachte und auch noch den Freiwurf verwandelte. Damit war der Deckel drauf auf dem Alba-Sieg.

In dieser Form ist Alba für noch mehr Siege gut

Die Berliner haben sich damit etwas Luft zum Tabellenende verschafft. Zwar gibt es keinen Absteiger, aber Alba will zeigen, dass es in den Kreis der 18 besten Basketball-Mannschaften gehört. Jetzt, wo fast alle Spieler (bis auf Stefan Peno) wieder dabei sind, gelingt das immer besser. Vor dem nächsten Spiel am Freitag bei Zalgiris Kaunas wollte sich Baldi zwar keinen Kommentar entlocken lassen zu eventuellen Chancen, noch Rang acht und damit das Play-off zu erreichen. Immerhin sagte er: „Wir wollen noch so viele Punkte wie möglich holen.“ Mit Leistungen wie in Belgrad könnten tatsächlich noch einige hinzukommen.

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