Mercedes-Benz Arena

Premiere für Doppelspieltag: Erst die Eisbären, dann Alba

Alba-Basketballer spielen Pokalfinale gegen Oldenburg um 20.30 Uhr. Vorher, ab 13.15 Uhr, spielen die Eisbären, dann wird umgebaut.

Alba Berlin kann zum Pokalfinale in der Mercedes-Benz Arena antreten.

Alba Berlin kann zum Pokalfinale in der Mercedes-Benz Arena antreten.

Foto: Revierfoto / picture alliance/dpa

Berlin. Knapp eine Woche hat es nach dem Einzug in das Basketball-Pokalfinale von Alba Berlin gedauert, bis die Berliner nach der Zulosung des Heimrechts auch einen Spielort hatten für die auf den 16. Februar terminierte Partie. Die Basketballer werden nun um 20.30 Uhr in der Mercedes-Benz Arena zu dem Duell gegen Oldenburg antreten.

Schwierigkeiten hatte es gegeben, weil am gleichen Tag die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zum Spitzenspiel gegen Mannheim auflaufen. Die Partie ist bereits fast ausverkauft, und gut 800 bis 1000 Gästefans werden zudem mit einem Sonderzug anreisen. Daher konnte das Spiel nicht einfach verschoben werden. Als Kompromiss wurde das Spiel der Eisbären nun auf 13.15 Uhr vorverlegt.

Erstmals Eishockey und Basketball an einem Tag in der Arena

Damit kommt es zum ersten Mal in der Geschichte der Arena, die 2008 eröffnet worden ist, zu einer Doppelveranstaltung von Eishockey und Basketball. Nach dem Spiel der Eisbären wird der Innenraum der Halle umgebaut. Dabei wird jedoch die Stehplatztribüne, die bei den Eisbären in der Fankurve Standard ist, nicht zurückgebaut und durch die bei Alba üblichen Sitzplätze ersetzt. Zum ersten Mal spielt Alba also auch mit einem Stehplatzblock in der Arena.

„Unser großer Dank gilt allen Beteiligten, die mit viel Engagement möglich gemacht haben, dass erstmalig eine solche Doppelveranstaltung in der Mercedes-Benz Arena stattfinden kann – insbesondere der Arena, den Eisbären, den Adlern Mannheim und der DEL“, so Alba-Geschäftsführer Marco Baldi.

Für die Arena wird dieser Tag zu einer großen Herausforderung. Zwar wurde schon bei der Eröffnung damit geworden, dass solche Doppelveranstaltungen stattfinden könnten. Doch hatte man dies unter anderem wegen der aufwendig umzubauenden Stehplatztribüne nie getan. Da die Basketball-Liga aber kürzlich von dem Konzept eines festen Standorts für das Pokalfinale abwich und nun das Heimrecht erst nach dem Feststehen der Teilnehmer auslost, ergab sich ein Problem. Denn die Arena kann nicht beliebig viele Termine für Veranstaltungen blocken, die womöglich nicht stattfinden, und hatte bereits langfristig mit dem Eisbären-Spiel geplant.

Baskets Oldenburg äußern deutlich ihren Unmut

Mit dem Zugeständnis, die Stehplatztribüne der Eisbären auch beim Basketball zu nutzen, soll die Doppelveranstaltung nun funktionieren. „Wir werden den Umbau noch ein bis zwei Mal trainieren“, sagt Moritz Hillebrand, Sprecher von Hallen-Besitzer Anschutz Entertainment Group. Nach Spielende bei den Eisbären verbleiben rund fünf Stunden bis zum Spielbeginn bei Alba. Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee findet: „Das ist die beste Lösung für alle.“

Ausgenommen davon sind offenbar die Baskets Oldenburg. „Diese Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht unserer Fans! Aber: Wir müssen das leider so hinnehmen“, sagt Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der Oldenburger, bezüglich der späten Spielzeit. Doch das ist nicht das einzige Problem der Niedersachsen. Man habe „auch größte Bedenken, dass eine reibungslose und einem Endspiel um den deutschen Pokal angemessene Vorbereitung am Spieltag selbst angesichts mehr als enger zeitlicher Abläufe bei parallelem Ab- und Aufbau gewährleistet ist“.