Basketball

Alba Berlin spaziert durch die Hölle ins Pokalfinale

Alba steht nach dem 82:66 in Bamberg im Basketball-Pokalfinale, Gegner ist Oldenburg. Aber wo das Spiel stattfindet, ist noch offen.

Das war leichter als befürchtet: Luke Sikma (M.) freut sich mit seinen Kollegen von Alba Berlin über den Einzug ins Pokalfinale.

Das war leichter als befürchtet: Luke Sikma (M.) freut sich mit seinen Kollegen von Alba Berlin über den Einzug ins Pokalfinale.

Foto: Nicolas Armer / dpa

Berlin. Alba Berlin hat sein ersehntes „Finale daheim“ erreicht – weiß aber noch gar nicht sicher, wo es stattfinden kann. Die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses gewann mit einer beeindruckenden Vorstellung in der sogenannten Frankenhölle bei Brose Bamberg mit 82:66 (42:36), schaltete den Titelverteidiger im deutschen Basketball-Pokalwettbewerb aus und schaffte zugleich die Revanche für das vergangenes Jahr verlorene Endspiel an gleicher Stätte. Gegner im Finale sind am 16. Februar die Baskets Oldenburg, die sich mit 84:76 (45:44) bei Ratiopharm Ulm durchsetzten. Bei der anschließenden Auslosung erhielt der neunmalige Pokalsieger wie erhofft das Heimrecht.

Mercedes-Benz Arena und Schmeling-Halle sind besetzt

Allerdings wird die Freude etwas getrübt durch ein Terminproblem. Am 16. Februar ist die Alba-Heimstätte Mercedes-Benz Arena belegt durch die Eisbären Berlin, die auf den deutschen Eishockey-Meister Adler Mannheim treffen. Auch ein Ausweichen in die Max-Schmeling-Halle scheint nicht möglich, weil dort die Füchse Berlin ihr Handball-Bundesligaspiel gegen den SC Magdeburg haben. Ein Gerücht lautet, dass mit dem Endspiel nach Hamburg ausgewichen werden soll. Alba-Geschäftsführer Marco Baldi hielt sich im Interview bei Magentasport bedeckt: „Zu Gerüchten sagen wir nichts. Wir sind am Verhandeln. Wenn es etwas zu verkünden gibt, werden wir das tun.“

Zunächst waren er, die Mannschaft und rund 300 mitgereiste Fans in der Brose-Arena erst einmal selig. Alba zeigte im entscheidenden Moment eines seiner besten Saisonspiele – richtigen Alba-Basketball. Hochkonzentriert in der Abwehr und bei den Rebounds, mutig, treffsicher in der Offensive: Mehr als einmal ging ein Raunen durch die Halle angesichts des spektakulären Berliner Auftritts. Die Bamberger führten nur zu Beginn mit 6:4, danach nie wieder. Die Gäste gewannen das erste Viertel 18:15, das zweite 24:21 und versetzten dem Cupverteidiger im dritten Durchgang den entscheidenden Stoß.

Nur Bryce Taylor bereitet Alba etwas Probleme

Da schien alles zu gelingen, was Alba probierte, das Viertel ging mit 28:7 an Berlin. Nach einer 17:0-Punkteserie zum 66:41 war Bamberg konsterniert. Die Franken kamen überhaupt nicht zu ihrem erwartet aggressiven Spiel, ständig schnappten ihnen die Berliner die Bälle weg. „Das war eine große Energieleistung, auch defensiv“, freute sich Kapitän Niels Giffey, „wir haben uns darauf konzentriert, Bamberg zu stoppen und die Rebounds zu holen. Das war richtig gut von uns.“

Rokas Giedraitis (16 Punkte), Giffey (13), Landry Nnoko und Peyton Siva (je 10) waren am treffsichersten, aber die ganze Mannschaft zeigte einen spektakulären Basketball und belohnte sich für seinen Auftritt mit dem Einzug ins Finale. Im vierten Spielabschnitt wuchs ihr Vorsprung bis auf 79:46, es war eine Demonstration des Euroleague-Teilnehmers in der einst so gefürchteten Bamberger Arena. Die Gastgeber wurden geradezu vorgeführt. Allein der Ex-Berliner Bryce Taylor mit fünf verwandelten Dreiern (bei sechs Versuchen) bereitete Alba zwischendurch etwas Probleme. Der Rest war wie ein Spaziergang für Alba.

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