Basketball

Alba verliert gegen Maccabi Tel Aviv knapp mit 89:95

Alba Berlin hat in der Euroleague seine 13. Niederlage kassiert. Und das, obwohl Spielmacher Peyton Siva wieder dabei war.

Martin Hermannsson (2.v.r.) - hier mit Maccabi-Spieler Deni Avdija – war mit 16 Punkten Albas bester Werfer.

Martin Hermannsson (2.v.r.) - hier mit Maccabi-Spieler Deni Avdija – war mit 16 Punkten Albas bester Werfer.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Alba spielte smart, leidenschaftlich und mit viel Energie, verlor aber dennoch das erste Heimspiel des neuen Jahres. Berlins Basketballteam, in dem Peyton Siva nach längerer Verletzungspause sein Comeback gab, unterlag vor 8616 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena trotz eines starken Finishs Maccabi Tel Aviv mit 89:95 (45:50). „Wir war echt knapp dran, mehr aber nicht“, sagte Martin Hermannsson, mit 16 Punkten bester Berliner Werfer. „Maccabi hat gezeigt dass es eines der besten Teams der Euroleagueist und alle haben überragend getroffen“.

In einem ersten Viertel, in dem beide Teams nahezu perfekten Basketball spielten, stand es nach neun Minuten 26:26. Erst danach gerieten die Gastgeber nach mehreren Fehlwürfen deutlicher in Rückstand (29:41/14.). Vorerst konnten Rokas Giedraitis und Makai Mason ihr Team lediglich im Spiel halten, bis zur Halbzeit kämpfte sich Alba jedoch wieder auf 45:50 heran.

Bis zur Schlussminute auf Schlagdistanz

Wie bereits im Hinspiel, das Alba in Tel Aviv mit 78:104 verloren hatten, spielte Maccabi mit enormen Druck, egal, wer auf dem Parkett war. Vor allem bei den Distanzwürfen, eigentlich eine Stärke der Berliner, waren die Gäste, wie Hermannsson andeutete, die ganze Partie über klar überlegen, trafen 14 ihrer 27 Versuche (52 Prozent), Alba lediglich sieben von 28 (25 Prozent).

Dennoch gelang es den Berlinern, die auch Tyler Cavanaugh und Johannes Thiemann nach längeren Verletzungen wieder integrieren müssen, gegen die teilweise beinhart agierenden Israelis bis zur Schlussminute auf Schlagdistanz zu bleiben. Für Albas Mannschaft, für die insgesamt fünf Spieler zweistellig punkteten, war es in der Königsklasse die 13. Niederlage bei fünf Siegen, für Maccabi der zwölfte Sieg.

Die Bilanz zu verbessern, wird nicht einfach, denn es stehen als nächstes drei Auswärtsspiele in Piräus, Belgrad und Kaunas an. Als erfolgreiche Generalprobe für Sonntag geht die Vorstellung gegen die Israelis aber allemal durch. Da heißt es für Alba beim Pokal-Halbfinale in Bamberg (18 Uhr, Magentasport) Alles oder Nichts. Genau dort, wo sie in der vergangenen Saison das Endspiel verloren, wartet auf die Berliner der nächste schwere Gang.