Basketball

Alba Berlin verliert auch in der Bundesliga

Nach der Pleite am Freitag in Valencia verliert Alba Berlin auch national an Boden. In Göttingen setzt es eine 71:72-Niederlage.

Wieder ein Dämpfer für Alba Berlins Trainer Aito Garcia Reneses und sein Team. Diesmal verloren sie in Göttingen.

Wieder ein Dämpfer für Alba Berlins Trainer Aito Garcia Reneses und sein Team. Diesmal verloren sie in Göttingen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Gewehrt haben sie sich bis zur buchstäblich letzten Sekunde. Und der Sieg für Alba Berlin war auch bis zu diesem Moment drin bei der BG Göttingen, denn 8,6 Sekunden vor dem Ende kamen die Gäste noch einmal in Ballbesitz und hätten die zwei nötigen Punkte erzielen können. Aber Jonas Mattisseck verlor das Spielgerät, die Uhr lief herunter, die Niedersachsen jubelten mit 3447 Zuschauern in der ausverkauften Lokhalle. Während sie beim 72:71 (35:38) ihren vierten Bundesligasieg in Folge feierten, kassierten die Berliner ihre erste Pleite in der deutschen Eliteliga nach zuletzt fünf Siegen.

Göttinger Osetkowski macht herausragendes Spiel

Ursachen dafür gab es mehrere. Natürlich steckte Alba nach der anstrengenden Reise zurück aus Valencia, wo das Team am Freitag 77:91 verloren hatte, die Müdigkeit noch in den Knochen. Aber die BG wirkte auch etwas entschlossener, aufmerksamer, hungriger. „Wir wollten es heute ein bisschen mehr“, sagte Dylan Osetkowski, Göttinger Center, der ein grandioses Spiel machte, vermutlich sein bisher bestes im Trikot der „Veilchen“. Mit seinen 22 Punkten und zehn Rebounds war er der Spieler des Nachmittags.

Dabei sah sich der US-Amerikaner einem Trio von starken Konkurrenten gegenüber. Nachdem Tyler Cavanaugh am Freitag in Valencia ins Team zurückgekehrt war, stand Alba nun neben Landry Nnoko mit Johannes Thiemann nach überstandener Gehirnerschütterung ein dritter Center zur Verfügung. Doch niemand bekam ihn in den Griff, während der eigentliche BG-Star Kyan Anderson (zehn Punkte) unter seinen Möglichkeiten blieb.

Nnoko und Eriksson mit je 14 Punkten Albas Beste

Alba bot wie so oft ein starkes erstes Viertel, um danach etwas nachzulassen. Die Göttinger gingen im dritten Viertel mit bis zu sieben Punkten in Führung, die Berliner, bei denen Nnoko und Marcus Eriksson jeweils auf 14 Punkte kamen, kämpften sich zurück. Doch im entscheidenden Moment waren sie nicht wach genug, gaben Offensivrebounds ab und verloren in der Folge die Partie. „Wir waren nicht konzentriert genug“, analysierte Thiemann, „in der Defensive haben wir sie nicht oft genug gestoppt, und auch in der Offensive ist es nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten.“

Mehr über Alba Berlin lesen Sie hier.