Basketball

Alba sehnt sich nach der Rückkehr der Verletzten

Alba muss ständig improvisieren, weil viele Spieler wegen Verletzungen fehlen. In der Euroleague treten die Berliner in Valencia an.

Alba-Trainer Aito Reneses (r.) muss sein Team um Luke Sikma (l.) und Makai Mason dirigieren.

Alba-Trainer Aito Reneses (r.) muss sein Team um Luke Sikma (l.) und Makai Mason dirigieren.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Bundesligaspiel gegen den MBC an Silvester, Anstoßen um Mitternacht, an Neujahr gleich wieder Training. Am zweiten Tag des Jahres flog Albas Basketballteam nach Spanien, um dort am dritten in der Euroleague bei Valencia Basket (21 Uhr, Magentasport) anzutreten. Dem Klub, gegen den die Berliner vergangene Saison die Endspielserie im Eurocup verlor.

Nicht wenige werden wehmütig an Albas Triumphzug durch Europa zurückdenken, dem nur noch die Krönung fehlte. Die Spieler eher nicht, obwohl für die Spanier noch neun Finalisten an diesem Freitag dabei sein werden und bei Alba sogar elf. Euroleague-Teams, bei denen sich die Aktualität täglich selbst ein- und fast überholt, bleibt einfach keine Zeit, Erinnerungen nachzuhängen.

Center Radosavljevic wechselt von Berlin nach Hamburg

Bei den Berlinern könnte beim Blick nach Valencia jedoch aus einem anderen Grund so etwas wie Wehmut aufkommen. Auch dort gab es zu Saisonbeginn zahlreiche Verletzte. Das Team habe aber „seit der Rückkehr einiger Spieler von Woche zu Woche mehr Spiele gewonnen“, erklärt Albas Coach Aito Reneses. Nach einem 0:5-Start starteten die Spanier ihr Comeback von 6:3-Siegen übrigens mit einem 82:56 gegen den FC Bayern. In der Tabelle haben sie mit 7:9 Siegen Alba (5:11) bereits überholt.

Reneses musste zuletzt noch immer auf Tyler Cavanaugh, Johannes Thiemann, Peyton Siva und Stefan Peno verzichten. Nicht nur Marco Baldi wünscht sich sehnlichst, „endlich mal alle an Bord zu haben, um nicht immer nur improvisieren zu müssen“. Dann, hofft Albas Geschäftsführer, könne auch sein Team, ähnlich wie Valencia, die zweite Stufe zünden. Ein erstes Anzeichen, dass sich die Lage entspannt, gab es bereits am Donnerstag. Der Vertrag von Center Bogdan Radosavljevic, der ausgeholfen hatte, wurde vorzeitig aufgelöst. Er wechselt nach Hamburg.

Die zweite Stufe am 12. Januar im Pokalhalbfinale in Bamberg zu zünden, käme sicherlich besonders gut. Auch dort verlor man vergangene Saison ein Endspiel. Aber das ist – analog zu Valencia – nicht nur lange her, sondern vielmehr noch lange hin. Zuvor tritt Alba am Sonntag in Göttingen (15 Uhr) und am kommenden Mittwoch zu Hause gegen Maccabi Tel Aviv an (20 Uhr).