Basketball

Alba Berlin fehlen nur zwei Schritte zum Pokalfinale

| Lesedauer: 3 Minuten
Dietmar Wenck
Szene aus der ersten Pokalrunde, in der Alba Berlin (gelbe Trikots) sich gegen Würzburg durchsetzte.

Szene aus der ersten Pokalrunde, in der Alba Berlin (gelbe Trikots) sich gegen Würzburg durchsetzte.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Alba Berlin kann an diesem Sonntag das Pokal-Halbfinale erreichen. Doch Gegner MBC bringt den ehemaligen NBA-Profi Joey Dorsey mit.

Berlin. Die Premiere geriet nicht ganz nach dem Geschmack von Alba Berlin. Da haderten die Berliner etwas mit der Auslosung und vor allem der Einnahmenverteilung im neustrukturierten BBL Pokal, der seit vergangener Saison mit 16 Teams ausgespielt wird. Das Team feierte imponierende Siege in München und Frankfurt, führte auch im Endspiel in Bamberg Sekunden vor Schluss, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen, sportlich wie finanziell. Die Franken gewannen den Cup, der neunmalige Gewinner dieses Wettbewerbes war frustriert. „Dieses Jahr“, sagt Manager Marco Baldi, „wollen wir es besser machen.“

Alba Berlin steht zum 19. Mal in Folge im Viertelfinale

Eines hat er schon einmal in der BBL-Spitze durchgesetzt: Anders als 2018/19 teilen die Finalteilnehmer ihre Ticketerlöse auf. Da wollen die Berliner gern dabei sein, nicht allein des schnöden Mammons wegen. „Natürlich ist der Titel sehr, sehr wichtig“, sagt Baldi. Der nächste Schritt dorthin wäre, an diesem Sonntag (15 Uhr, Mercedes-Benz Arena) den Mitteldeutschen BC aus dem Weg zu räumen. Der ist aktuell Tabellenletzter der Bundesliga und zum ersten Mal im Viertelfinale. Alba zum 19. Mal in Folge.

„Zu Hause sollte das eine machbare Aufgabe sein“, sagt zwar Kapitän Niels Giffey, weiß aber: „Pokalspiele sind emotional schon etwas anderes als reguläre Bundesliga- oder Euroleague-Spiele.“ Diese Erfahrung machten die übermächtigen Bayern-Basketballer, die in der ersten Runde in München den Telekom Baskets Bonn unterlagen. Und viele andere vor ihnen. Natürlich sind durch das Aus der Münchner nun die Berliner der Favorit im BBL Pokal. Es wäre ärgerlich, durch Überheblichkeit diese große Chance auf den ersten Titel seit 2016 schon frühzeitig zu verpassen.

MBC hat sich mit Euroleague-Champion Dorsey verstärkt

Der MBC sollte also nicht unterschätzt werden. Zumal sich in der jüngeren Vergangenheit bei den Mitteldeutschen einiges verändert hat. So kehrte Björn Harmsen anstelle des erfolglosen Wojciech Kaminski zurück auf den Trainerposten. Er holte als erstes US-Center Joey Dorsey, der NBA-Erfahrung hat und 2012 mit Olympiakos Piräus die Euroleague gewann. Als zweites einen 88:84-Sieg in Vechta, wo nicht viele Gegner gewinnen.

„Dorsey gibt der Mannschaft eine komplett andere Dimension“, weiß Baldi, „das wird kein Spiel, das man im Vorbeigehen gewinnen kann.“ Dennoch ist Alba in einer komfortablen Situation, ins Halbfinale einzuziehen. Der Berliner Geschäftsführer hat übrigens einen eigenen Favoriten, was die Chancen auf den Pokalsieg angeht: „Ulm hat eine sehr spezielle Mannschaft. Die kann in einem Spiel jeden Gegner schlagen.“ Er hätte sicher nichts dagegen, wenn sie dies im Endspiel gegen Alba versuchen wurde. Am liebsten in Berlin, dann würde er auch sehr gern die Einnahmen teilen.

Mehr über Alba Berlin lesen Sie unter: