Basketball

Alba Berlin erkämpft sich wichtigen Sieg

In der Basketball-Euroleague hat sich Alba Berlin mit 69:62 gegen Zalgiris Kaunas seinen vierten Sieg schwer erkämpft.

Hoch hinaus: Albas Martin Hermannsson (r.) setzt sich gegen Thomas Walkup von Kaunas (2.v.r.) durch.

Hoch hinaus: Albas Martin Hermannsson (r.) setzt sich gegen Thomas Walkup von Kaunas (2.v.r.) durch.

Foto: Tilo Wiedensohler via www.imago-images.de / imago images/Camera 4

Berlin. Diese kurze Pause hat sich Alba Berlin wahrlich verdient. Die noch immer durch Verletzungen dezimierte Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses bezwang in der Basketball-Euroleague Zalgiris Kaunas mit 69:62 (32:26) nach einem zähen, kräftezehrenden Kampfspiel.

Für die Litauer war es vor 10.121 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena die vierte Niederlage im vierten Spiel in Berlin. Herausragend bei den Gastgebern war Kapitän Niels Giffey mit 13 Punkten. Sie lösten sich damit zumindest ein wenig vom Tabellenende.

Für Alba Berlin das siebte Spiel in 15 Tagen

Das siebte Spiel in 15 Tagen, die letzten Reserven mobilisieren vor immerhin einer Woche Pause – so war die Alba-Devise gegen die wie gewohnt mit hoher Intensität verteidigenden Gäste. Das erhoffte Wiedersehen mit Marius Grigonis, der in der Saison 2017/18 Publikumsliebling in Berlin war und danach in seine Heimat zurückkehrte, entfiel übrigens wegen einer Fußverletzung des Litauers.

Dafür hatte Zalgiris erst vor einer Woche den erfahrenen Amerikaner KC Rivers verpflichtet, der mit Real Madrid 2015 die Euroleague schon einmal gewonnen hat. In Berlin blieb er blass.

Doch eines war ganz anders als üblich bei litauischen Teams: Die Spieler aus Kaunas trafen überhaupt nichts aus der Distanz. Erst der elfte Drei-Punkte-Wurf fand sein Ziel, es blieb in der ersten Halbzeit der einzige bei 16 Versuchen.

Das einzige, was sie bis zur Pause zu bieten hatten, waren ein gut aufgelegter Center Zach Leday und eine unerbittliche Defensive, die Alba immer wieder zu hektischen Aktionen verleitete, anstatt Aktionen mit mehr Ruhe zu Ende zu bringen. Das allein erklärte, warum die Gastgeber nach 20 Minuten nicht deutlich höher führten.

1000 Fans aus Litauen machen einen Höllenlärm

Die geschätzt 1000 aus der litauschen Basketball-Hauptstadt mitgereisten Fans veranstalteten weiter einen Höllenlärm. Erst recht, als ihre Helden nochmals in der Verteidigung zulegten und tatsächlich im dritten Viertel das Kommando übernahmen. Plötzlich trafen sie auch und gingen mit 40:34 in Führung.

Doch Alba wehrte sich nun, Giffey trieb sein Team an, und nach dem mit 15:20 verlorenen dritten Viertel bekam es auch die Kontrolle zurück. Nun spielte Zalgiris hektisch gegen die starke Alba-Verteidigung. Die Punkte bleiben in Berlin. „Ein sehr wichtiger Sieg“, sagte Sportdirektor Himar Ojeda, „das ist Euroleague-Level. Wir haben mentale Härte gezeigt.“ Und bestimmt gibt es zur Belohnung auch einen trainingsfreien Tag.