Basketball

Alba Berlins Männer gewinnen am Doppelspieltag

Am ersten Doppelspieltag der Alba-Geschichte gewinnen die Männer des Klubs gegen Oldenburg, die Frauen unterliegen Opladen.

Alba Berlins Martin Hermannsson will da durch, die Oldenburger Nathan Boothe (l.) und Justin Sears haben etwas dagegen. Doch am Ende war der Isländer Hermannsson mit 18 Zählern Topscorer.

Alba Berlins Martin Hermannsson will da durch, die Oldenburger Nathan Boothe (l.) und Justin Sears haben etwas dagegen. Doch am Ende war der Isländer Hermannsson mit 18 Zählern Topscorer.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Die Vorbereitung auf das Spiel gegen die Baskets Oldenburg fiel für Jonas Mattisseck, Lorenz Brenneke und Luke Sikma anders aus als sonst. Von den Rängen der Mercedes-Benz Arena aus verfolgte das Trio am Sonnabend mit Interesse den Auftritt der Frauen von Alba Berlin, die im Vorspiel gegen das BBZ Opladen antraten. Zum ersten Mal hatte Alba einen Doppelspieltag für beide Geschlechter veranstaltet – ein weiterer Beleg, dass man es auch mit dem Frauenbasketball ernst meint. Vorerst bleibt jedoch das Bundesligateam der Männer das Kerngeschäft des Klubs, dessen Spiel danach lange Zeit weit weniger entspannt ablief, als es das Warm-up vermuten ließ.

Alba Berlin gewinnt Neuauflage des Halbfinales

Die Berliner gewannen die Neuauflage des letztjährigen Halbfinales mit 90:77 (42:44), mussten dafür jedoch drei Viertel lang mächtig kämpfen. Immerhin war es für Alba schon das vierte Spiel binnen einer Woche. Eine große Belastung, weshalb der Verein am Freitag personell noch einmal nachgebessert hatte. Bogdan Radosavljevic wurde aus Brindisi (Italien) geholt, um die Ausfälle unter den Körben auszugleichen. Gegen Oldenburg war der Rückkehrer allerdings noch kein großer Faktor, er erzielte lediglich zwei Punkte. Vor 10.633 Zuschauern lag Alba lag zunächst in Front, doch weil die Körbe danach nicht mehr so fielen, gingen die Gäste mit einer Führung in die Halbzeit.

Nach der Pause kämpfte sich Berlin im wahrsten Sinne des Wortes wieder heran – die Partie war in dieser Phase von vielen Nicklichkeiten geprägt. Alba nahm diesen Schwung mit. Nach gleich drei Dreiern im Schlussabschnitt fiel der Sieg am Ende sogar deutlich aus. Martin Hermannsson war mit 18 Zählern bester Punktesammler beim Gastgeber, bei dem fünf Spieler zweistellig punkteten. „Das war ein perfekter Teamerfolg“, meinte Luke Sikma.

Alba Berlins Frauen unterliegen Opladen

Den Alba-Frauen blieb ein Erfolg hingegen verwehrt, sie verloren gegen Opladen mit 68:74. Dabei war die junge Mannschaft vor allem zu Beginn merklich beeindruckt von der Atmosphäre vor 2100 Besuchern – ein Spitzenwert im Frauenbasketball. „Wir haben lang gebraucht, um aufzuwachen“, sagte Ex-Nationalspielerin Ireti Amojo. Erst nach der Pause fanden die Berlinerinnen besser in Spiel, doch letztlich war der Tabellenzweite cleverer. „Aber es war trotzdem eine super Erfahrung, vor dieser Kulisse zu spielen“, so Spielmacherin Lena Gohlisch.