Basketball

Alba Berlin freut sich auf Rückkehrer Radosavljevic

Alba Berlin hat einen alten Bekannten zurückgeholt: Bogdan Radosavljevic unterschrieb einen Vertrag für zwei Monate.

Da ist er wieder: Bogdan Radosavljevic (r.) kehrt zu Alba Berlin zurück.

Da ist er wieder: Bogdan Radosavljevic (r.) kehrt zu Alba Berlin zurück.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Basketball-Europaligist Alba Berlin hat auf seine personelle Misere reagiert und einen neuen Spieler verpflichtet. Allerdings einen, der so neu gar nicht ist: Bogdan Radosavljevic trug bereits von 2016 bis 2018 das Trikot des achtmaligen deutschen Meisters und spielte dabei eine Saison auch unter Trainer Aito Garcia Reneses. Damals erzielte er durchschnittlich sechs bis sieben Punkte und knapp drei Rebounds pro Spiel. Jetzt unterschrieb der 26 Jahre alte Center einen Vertrag für zwei Monate.

Radosavljevic unterschreibt für zwei Monate bei Alba Berlin

„Aufgrund der Ausfälle von Johannes Thiemann und Tyler Cavanaugh haben wir jemanden auf den großen Positionen gesucht, der uns in den kommenden Spielen sofort helfen kann“, erklärte Sportdirektor Himar Ojeda die Rückholaktion in einer Mitteilung des Vereins. An diesem Sonnabend (18 Uhr, Mercedes-Benz Arena) gegen Oldenburg und am Dienstag in Bonn geht es um Bundesligapunkte. Am Donnerstag gastiert Zalgiris Kaunas in der Euroleague in Berlin. Da erscheint der 2,13 Meter große, in Jagodina/Serbien geborene Hüne, der seit 2008 in Deutschland lebt und auch einen deutschen Pass hat, als die perfekte Lösung.

„Jetzt einen neuen Spieler zu integrieren, ist nicht einfach, denn wir können nur selten trainieren und spielen oder reisen die meiste Zeit“, so Ojeda weiter. „Mit Bogdan Radosavljevic haben wir einen passenden Spieler für diese schwierige Situation gefunden. Er kennt bereits die Trainer, große Teile des Teams sowie unsere Basketballidee und wird sich schnell einfinden.“

Der neue Alba-Center ist sofort spielberechtigt

Nachdem er Berlin 2018 verlassen hatte, spielte Radosavljevic zunächst für die Riesen Ludwigsburg, wo er sich unter Trainer John Patrick allerdings nicht durchsetzte. Noch in derselben Saison wechselte er zu Ratiopharm Ulm, mit deutlich größerem Erfolg und guten Leistungen. Im Anschluss folgte die Station New Basket Brindisi, wo Radosavljevic in der Champions League und in der ersten italienischen Liga zum Einsatz kam. Bis in dieser Woche sein Vertrag auslief, der ebenfalls auf zwei Monate terminiert war.

Nun hat der junge Familienvater schnell wieder einen Klub gefunden, für den er trotz seiner Champions-League-Einsätze in Brindisi auch in der Euroleague sofort spielberechtigt ist, wie Alba bestätigte. Er könnte zudem bereits gegen Oldenburg eingesetzt werden und bekommt die Trikotnummer 2 – „seine“ 15 trägt ja jetzt Martin Hermannsson. Manager Marco Baldi hatte schon am Donnerstagabend nach der 80:99 verlorenen Partie gegen Olympiakos Piräus angekündigt, dass eine schnelle Lösung her solle. „Uns fehlt Energie, und uns fehlen Spieler“, sagte er, „wir werden bald jemanden holen.“ Was überzeugend gelungen ist.

Premiere bei Alba Berlin: Erst spielen die Frauen, danach die Männer

Die Berliner leiden besonders auf den großen Positionen unter ihren vielen Ausfällen. Center Johannes Thiemann erlitt am vergangenen Dienstag im Spiel gegen Roter Stern Belgrad (93:80) eine Gehirnerschütterung und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Möglicherweise noch zweieinhalb Monate fehlt Alba mit Tyler Cavanaugh ein weiterer Center, den ein Bänderriss am Knöchel außer Gefecht setzt. Des Weiteren sind die Spielmacher Peyton Siva, Stefan Peno und Malte Delow derzeit nicht einsatzbereit.

Etwas in den Hintergrund gerät durch die Verpflichtung von Radosavljevic, dass die Berliner vor einem sehr ungewöhnlichen Wochenende stehen, einer Premiere. Denn an diesem Sonnabend treten sie erstmals gemeinsam mit ihrem Zweitliga-Frauenteam auf. Um 15 Uhr spielen die Frauen gegen BBZ Opladen, um 18 Uhr die Männer gegen die Baskets Oldenburg, jeweils in der Mercedes-Benz Arena. Wer eine Karte für das Männer-Spiel erworben hat, kann sich ohne Aufpreis auch das Frauen-Spiel ansehen.

„Das ist ein Versuchsballon, mal sehen, wie es angenommen wird, wir sind alle sehr gespannt“, sagte Baldi. Der Klub will mit seinen Damen so bald wie möglich in die Bundesliga aufsteigen und verspricht sich von seinem gewachsenen Engagement, dort im Kampf um die Spitzenplätze mitzuhalten. Unter anderem wurde mit der Amerikanerin Erika Livermore erstmals eine ausländische Profispielerin verpflichtet.

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