Basketball

Alba kassiert gegen Piräus einen herben Dämpfer

Alba Berlin verliert in der Euroleague gegen Olympiakos Piräus mit 80:99, weil dem Hauptstadtklub die Treffsicherheit fehlt.

Albas Luke Sikma (l.) wurde am Donnerstag zum wertvollsten Spieler der neunten Euroleague-Runde gekürt, konnte die Niederlage gegen Piräus am Abend aber auch nicht verhindern.

Albas Luke Sikma (l.) wurde am Donnerstag zum wertvollsten Spieler der neunten Euroleague-Runde gekürt, konnte die Niederlage gegen Piräus am Abend aber auch nicht verhindern.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Am frühen Nachmittag gab es noch Grund zur Freude bei Alba Berlin. Luke Sikma, beim 93:80 am Dienstag gegen Roter Stern Belgrad herausragender Mann, wurde zum wertvollsten Spieler der neunten Euroleague-Runde gekürt. In der zehnten Runde am Abend folgte dann aber ein herber Dämpfer: Olympiakos Piräus gewann vor 8833 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena mit 99:80 (55:38).

Es waren nicht nur die verletzten Peyton Siva, Stefan Peno, Tyler Cavanaugh und Johannes Thiemann, die Alba fehlten – Berlins Basketballteam ließ auch andere Dinge vermissen, die gegen Belgrad noch funktioniert hatten. „Wir haben versucht, so zu verteidigen wie Dienstag, aber sie haben gute Spieler und gute Lösungen gefunden“, sagte Sikma.

Albas Topscorer Giedraitis wird besonders gut bewacht

Trainer Aito Reneses fand einen weiteren Grund für die Niederlage: den Beginn. „Wir haben schlecht getroffen und sie fast alles. Wir waren mental nicht bereit so zu spielen wie üblich“, sagte der Spanier. Die Berliner reboundeten auch schlecht, sie kamen in der Defense oft einen Schritt zu spät und wirkten nicht richtig konzentriert.

Ein Gegner wie Olympiakos, dreimaliger Klub-Champion Europas, nutzt so etwas aus. Die Griechen fanden die Lücken bei den großen Alba-Spielern und trafen auch von außen sehr gut. So führte Berlin nur einmal, beim 2:1 durch ihren Topscorer Rokas Giedraitis, der von Olympiakos besonders intensiv bewacht wurde.

Nur Schneider und Nnoko bewahren Alba vor einer Klatsche

Über 18:8 und 25:14 zog Piräus davon, es wirkte, als sei bei ihnen fast jeder Wurf ein Treffer, während sich Alba extrem schwertat. Nur Tim Schneiders Dreier und Landry Nnokos Bärenruhe hielten den Abstand in halbwegs erträglichen Maßen. Olympiakos dominierte, hatte zeitweise mehr als 20 Punkte Vorsprung.

Augustine Rubit, in der Bundesliga aus Ulmer und Bamberger Zeiten bekannt, quälte die Berliner besonders mit seinen präzisen Würfen und seinen Offensiv-Rebounds. Plötzlich keimte noch einmal so etwas wie Hoffnung auf, als Makai Mason und Niels Giffey je zwei Dreier verwandelten, der Berliner Rückstand beim 57:71 nur noch 14 Punkte betrug. Doch Piräus konterte sofort. Weitere Dreier des starken Mason (15 Punkte) und von Marcus Eriksson hielten die Spannung, aber letztlich brachte Olympiakos den Sieg souverän nach Hause.

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