Basketball

Alba siegt, nur Thiemann sieht Sterne

Alba gelang mit 93:80 über Roter Stern Belgrad sein dritter Sieg in der Euroleague. Johannes Thiemann erlitt eine Gehirnerschütterung.

Albas Bester gegen Belgrad: Luke Sikma (r.) erzielte 18 Punkte, griff sich acht Rebounds und verteilte vier Korbvorlagen.

Albas Bester gegen Belgrad: Luke Sikma (r.) erzielte 18 Punkte, griff sich acht Rebounds und verteilte vier Korbvorlagen.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Alba ist in der Euroleague angekommen. 8076 Zuschauer feierten am Dienstag in der Mercedes-Benz Arena mit dem 93:80 (46:34) gegen Roter Stern Belgrad den dritten Saisonsieg ihres Teams. Mit einer Bilanz von 3:6 Siegen ist Berlins Basketballteam in der Königsklasse jetzt voll im Soll. Die Freude darüber war allerdings getrübt, weil Johannes Thiemann mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Rokas Giedraitis erzielt 22 Punkte

Alba verteidigte smart, mit Biss und zeigte sich im Angriff wie schon zuvor äußerst treffsicher von jenseits der Dreipunktelinie. Mit diesem Mix zog das Team von Aito Reneses nach 6:0 (2.), 16:9 (8.) und 21:11 (9.) davon, wobei Markus Ericsson, von seiner Oberschenkelverletzung kuriert, zur ersten zweistelligen Führung traf. Nur 50 Stunden nach der 77:81-Bundesliga-Niederlage in Ludwigsburg spielten die Gastgeber bemerkenswert energisch, und nachdem Niels Giffey nach Martin Hermannsson, Rokas Giedraitis, der mit 22 Punkten bester Berliner Scorer war, Ericsson und Luke Sikma als fünfter Dreierschütze des Abends zum 29:15 (12.) erfolgreich war, drohte Roter Stern früh zu verblassen.

In der Folge reboundeten die Gäste, von rund 500 eigenen Fans lautstark angefeuert, besser. Der 2,16 Meter große Nigerianer Michael Ojo hielt sie mit neun Punkten in Folge im Spiel. Alba, wie die Belgrader mit einer Bilanz von 2:6 Siegen in die Partie gegangen, blieb jedoch spielerisch überlegen und führte mit 46:34 noch immer klar zur Halbzeit.

Am Donnerstag geht es in Berlin gegen Piräus

Im zweiten Durchgang gingen die Gäste deutlich rustikaler zu Werke, Albas Vorsprung schmolz auf 46:38 (24.). Vier weitere Dreier, jetzt traf auch Jonas Mattisseck, hielten Roter Stern aber bald wieder auf Distanz. Obwohl die Gäste auch in der Folge nie aufsteckten, brachte Albas Sprint zum 67:54 (30.) schon eine Art Vorentscheidung. Alba ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. „Die Energie aufrecht zu erhalten, ist natürlich viel leichter, wenn du triffst“, lächelte Kapitän Giffey müde, aber zufrieden.

Ausschlafen war angesagt, denn keine 48 Stunden später wartet an gleicher Stelle bereits Olympiakos Piräus auf Alba (20 Uhr, Magentasport).