Basketball

Ludwigsburg nutzt Albas Müdigkeit

Alba Berlin hat in der Bundesliga einen Rückschlag hinnehmen müssen. In Ludwigsburg unterlagen die Berliner 77:81.

Ludwigsburgs Khadeen Carrington (M./hier gegen Jonas Mattisseck und Landry Nnoko) traf in der Schlussphase einen wichtigen Dreier zum Sieg über Alba.

Ludwigsburgs Khadeen Carrington (M./hier gegen Jonas Mattisseck und Landry Nnoko) traf in der Schlussphase einen wichtigen Dreier zum Sieg über Alba.

Foto: Thomas Kienzle / picture alliance/dpa

Berlin. Alba Berlin hat nach dem Hochgefühl des Euroleague-Sieges in Athen einen Dämpfer in der Basketball-Bundesliga hinnehmen müssen. Nach einem sehr harten Kampf verlor die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses mit 77:81 (44:35) bei den Riesen Ludwigsburg. „Wir haben alles gegeben“, sagte Alba-Spielmacher Martin Hermannsson, „Ludwigsburg war frischer als wir. Aber das darf keine Ausrede sein. Wir haben Fehler gemacht, die wir nicht hätten machen dürfen.“

Alba noch müde von Drama in Athen

Den Gästen war ihre Müdigkeit von Beginn an anzumerken – keine 72 Stunden zuvor hatten sie erst nach zwei Verlängerungen ihren emotionalen, aber sehr kraftraubenden 106:105-Sieg bei Panathinaikos Athen erkämpft. Und nun trafen sie auf ausgeruhte Riesen, die sich eine Woche auf nichts anderes als dieses Spiel vorbereitet hatten. In der mit 4040 Zuschauern ausverkauften Arena lagen die Gastgeber nach dem ersten Viertel und teilweise wildem Basketball mit 21:15 vorn.

Doch Alba kam allmählich besser in seinen Rhythmus, traf vor allem gut, griff aber auch mehr Rebounds. Rokas Giedraitis verwandelte zwei Dreier, Luke Sikma auch, dazu Martin Hermannsson einen. Ludwigsburg zeigte Wirkung, verteidigte weiter hart, fand jedoch in der Offensive keine Lösungen. Das zweite Viertel entschieden die Berliner mit 29:14 für sich.

Ludwigsburg nutzt die nachlassenden Kräfte Albas

Nun sah es gut aus für das Euroleague-Team, zumal der kurz eingewechselte Marcus Eriksson (nach seiner Muskelverletzung) und Niels Giffey nun ebenfalls Dreier verwandelten. Alba lag nach 25 Minuten 54:47 vorn. Doch die Riesen wussten, dass die Kräfte ihres Gegners nicht ewig halten konnten. Und so waren sie nach 30 Minuten bis auf 57:58 herangekommen.

Im Schlussabschnitt ging der Abnutzungskampf weiter. Und die Berliner hatten nicht mehr genug Pulver, um ihn erfolgreich zu bestehen. Nach 35 Minuten glichen die Gastgeber aus, gingen kurz darauf mit 69:67 in Führung und hatten von diesem Moment an die Kontrolle im Spiel. Als auch Nick Weiler-Babb und Khadeen Carrington ihre Dreier trafen, neigte sich die Waage zugunsten der Riesen. Beste Berliner Werfer, die nach neun Siegen in Folge erstmals wieder gegen Ludwigsburg verloren, waren Giedraitis (17 Punkte), Hermannsson und Sikma (je 16).