Alba Berlin

Knifflige Aufgabe für Alba im Pokalspiel gegen Würzburg

Während die Berliner noch nicht ganz wissen, wo sie stehen, hat der Gegner einen guten Start in der Bundesliga hingelegt.

Martin Hermannsson muss das Spiel von Alba organisieren.

Martin Hermannsson muss das Spiel von Alba organisieren.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Als hätte es noch einer zusätzlichen Warnung bedurft: Die Baskets Würzburg sind zum Auftakt der Basketball-Bundesliga beim 82:90 in Oldenburg am Donnerstag nur knapp an einer großen Überraschung vorbeigeschrammt. Das vermeintliche Glückslos für Alba Berlin an diesem Sonnabend (18 Uhr, Schmeling-Halle) im Achtelfinale des deutschen Pokalwettbewerbs war bis kurz vor Schluss den Norddeutschen ein ebenbürtiger Gegner und könnte sich also durchaus als Stolperstein, zumindest aber als harter Brocken auch in Berlin erweisen. „Natürlich ist die Gefahr da, dass Würzburg uns kalt erwischt“, sagt Albas Geschäftsführer Marco Baldi deshalb vorsichtig.

Die Saison beginnt für den Euroleague-Teilnehmer gleich mit einem „Alles oder nichts“-Spiel. Wo in Berlin zunächst einmal alle sehr gespannt sind, wie die in großen Teilen unveränderte Mannschaft sich präsentiert, ist sie gleich voll gefordert. Und das nicht unter den einfachsten Voraussetzungen. Spielmacher Peyton Siva ist noch nicht richtig kuriert von einem Schlag aufs Bein, den er beim Testturnier in Zadar abbekam. Sein Vertreter Stefan Peno ist auch acht Monate nach seiner schweren Knieverletzung noch nicht wieder einsatzbereit. So wird vermutlich Martin Hermannsson einen Großteil der Organisation auf dem Feld übernehmen müssen.

Franken haben hohe Ziele in dieser Saison

Das wird schwer gegen sehr gut eingespielte Würzburger, die besonders auf den kleinen Positionen mit Jordan Hulls, Skyler Bowlin und Cameron Wells viel Klasse und enormes Tempo aufbieten können. Diese drei flinken Amerikaner haben schon in der vergangenen Saison den Aufbau der Franken angekurbelt und ihr Team bis ins Endspiel des Europe Cups geführt. Das ist zwar nur der vierthöchste kontinentale Wettbewerb, aber jedes Finale will erst einmal erreicht werden. Zudem lobt Baldi den Weg der Würzburger, „die ihre Mannschaft fast komplett zusammengehalten haben. Das sieht man ihrem Spiel jetzt auch an.“

Ein schnelles Wiedersehen gibt es für Alba-Zugang Marcus Eriksson. Der Schwede trug bis zum Juni noch das Trikot von CB Gran Canaria. Genau wie Luke Fischer. Der wuchtige Center spielt jetzt in Würzburg und war in Oldenburg mit 16 Punkten gleich Topscorer seines Teams. Auch die Verpflichtung dieses Euroleague-erfahrenen Mannes ist ein Zeichen dafür, dass die Franken in dieser Saison hohe Ziele verfolgen.