Basketball

Lehrreiches Testturnier für Alba

Mit zwei Siegen und einer Niederlage kehrt Alba vom Testturnier in Kroatien zurück. Und mit WM-Teilnehmern, die wieder hungrig sind.

Albas Cheftrainer Aito Reneses (l.) und sein Co-Trainer Israel Gonzalez haben einiges zu diskutieren.

Albas Cheftrainer Aito Reneses (l.) und sein Co-Trainer Israel Gonzalez haben einiges zu diskutieren.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Auch wenn das letzte Testspiel gegen Efes Istanbul 74:92 verloren wurde: Das Team von Alba Berlin geht mit einiger Zuversicht in seine schwerste Saison aller Zeiten. Immerhin stand dieser Kontrahent vergangene Saison im Endspiel der Euroleague. Und beim Turnier in Zadar wurden außerdem Topklub Khimki Moskau (85:68) sowie die kroatischen Gastgeber von KK Zadar (100:68) bezwungen. „Wir haben zwei gute Spiele geliefert“, fasste Alba-Sportdirektor Himar Ojeda zusammen, „und wir haben auch eine Lektion bekommen, wie es ist, gegen ein sehr starkes Euroleague-Team zu spielen.“

Efes bestraft jeden Fehler sofort

Istanbul brachte nicht unerwartet eine hohe athletische Qualität aufs Parkett, außerdem „haben sie sehr gut getroffen und jeden kleinen Fehler von uns sofort bestraft“, sagte der Sportdirektor. Diese Erfahrung werden die Berliner sicher des Öfteren machen in den folgenden Monaten, wenn sie sich mit mit der Elite des Kontinents messen. Wenn dann einer dieser Gegner nicht seinen besten Tag oder Personalprobleme hat wie Khimki, dann gilt es, die Chance zu nutzen. Was Alba gelang.

Das ist es ja, was sie wollen: in Europas höchster Klasse mithalten. Dafür tut es gut, positive Eindrücke aus Kroatien mitgebracht zu haben. Peyton Siva, Makai Mason oder Kenneth Ogbe haben zwar leichte Blessuren, ihr Einsatz am Sonnabend (18 Uhr, Magentasport/Max-Schmeling-Halle) in der ersten Pokalrunde gegen Würzburg scheint nicht gefährdet. Bis auf den Langzeitverletzten Stefan Peno ist die Mannschaft also komplett. Und die Verfassung der WM-Starter Niels Giffey, Johannes Thiemann und Rokas Giedraitis, die aus China vor allem Frust mitgebracht haben, weil ihre Mannschaften enttäuschten und sie dabei auch noch kaum zum Einsatz kamen, war gut.

Giffey überragend gegen Zadar

„Sie haben ein bisschen Zeit gebraucht, ihren Rhythmus zu finden“, sagte Ojeda, „aber sie sind alle hungrig auf Basketball, ich glaube auch, weil die WM so enttäuschend verlief.“ Kapitän Giffey bot vor allem gegen Zadar mit 23 Punkten und vier Rebounds eine herausragende Leistung. Wenn er sie gegen Würzburg wiederholen könnte, wären sie bei Alba sicher einverstanden.