Basketball

Alba Berlin: Mit Eriksson Richtung Euroleague

Albas neuer Flügelspieler Marcus Eriksson bringt Erfahrung auf europäischem Top-Level mit und soll zur Säule des Berliner Teams werden.

Der Schwede Marcus Eriksson (l.) gilt als exzellenter Werfer.

Der Schwede Marcus Eriksson (l.) gilt als exzellenter Werfer.

Foto: Javier Borrego / picture alliance / AFP7

Berlin. Alba Berlin rüstet auf: Der Hauptstadtklub gab am Sonnabend die Verpflichtung von Flügelspieler Marcus Eriksson bekannt, der zuletzt für den spanischen Topklub Herbalife Gran Canaria aktiv war. Ein Transfer, den man guten Gewissens als Coup werten darf, denn der 25 Jahre alte Schwede bringt nicht nur ein exzellentes Händchen mit, sondern auch viel Erfahrung. Qualitäten, die Alba in der kommenden Saison dringend benötigt, schließlich werden die Berliner erstmals seit fünf Jahren in der Euroleague starten und sich mit den besten Teams des Kontinents messen.

Sportdirektor Himar Ojeda war der Stolz auf seinen Einkauf deutlich anzumerken, nicht zuletzt, weil er sich gegen namhafte Konkurrenz durchsetzte. „Marcus ist ein Spieler, den ich schon als Scout für die Atlanta Hawks gemocht und sogar gedraftet habe“, sagte der Spanier: „Er passt sehr gut zu unserer Philosophie – menschlich und natürlich spielerisch.“ Eriksson sei ein sehr intelligenter Spieler mit einem hohen Basketball-IQ, zudem könne er außergewöhnlich gut werfen, erklärte Ojeda.

Die Treffsicherheit ist sein großer Trumpf

Der Blick in die Statistik lässt wenig Zweifel an der Treffsicherheit des 2,01-Meter-Mannes. In der abgelaufenen Euroleague-Saison kam Eriksson auf 10,4 Punkte im Schnitt. In der vorangegangenen Eurocup-Spielzeit konnte er sogar gut 15 Punkte pro Partie vorweisen – bei einer eindrucksvollen Dreierquote von 55 Prozent. In der spanischen ACB stand er durchschnittlich knapp 20 Minuten auf dem Parkett, erzielte 12,6 Zähler (Wurfquote 47 Prozent) und holte 2,1 Rebounds.

So treffsicher ist Alba-Zugang Eriksson

Eriksson, der seine Heimat Uppsala schon als 17-Jähriger in Richtung Spanien verließ, hat bislang eine recht bewegte Karriere hinter sich. Vom Nachwuchsteam in Manresa führte ihn sein Weg 2011 zum Spitzenverein FC Barcelona. Dort absolvierte er zwei Spielzeiten im Zweitteam der Katalanen, ehe er sich nach einer Leih-Saison in Manresa einen Platz in der Barca-Rotation erspielte. Nach zwei Jahren auf Gran Canaria scheint er sich nun mehr Kontinuität zu wünschen. Bei Alba unterschrieb er einen Vierjahresvertrag bis 2023.

Auch Siva und Sikma mit langfristigen Verträgen

„Alba hat in den vergangenen Jahren ein sehr gutes Konzept und Projekt etabliert“, wird der Nationalspieler in einer Pressemitteilung des Klubs zitiert: „Hinzu kommt, dass das Team einen tollen Eindruck macht und das Spielsystem gut zu mir passt.“

Wie viel sich Albas Verantwortliche von Eriksson erhoffen, zeigt allein die lange Vertragslaufzeit. Zuvor hatten die Berliner bereits ihren Top-Star Luke Sikma (29, Vertrag bis 2023) sowie Spielmacher Peyton Siva (28, bis 2021) gebunden. Damit verfügt der Hauptstadtklub über ein Trio von Format, das das Team in den kommenden Jahren tragen soll.

Anfang des Monats hatte Alba mit Makai Mason (24, 1,85 Meter) einen weiteren Scharfschützen verpflichtet. Der frühere deutsche Nationalspieler kommt von der Baylor University in Texas. Als weiterer potenzieller Zugang wird der amerikanische Power Forward Tyler Cavanaugh (25, 2,06 Meter) gehandelt, der zuletzt für das Farmteam von NBA-Klub Utah Jazz spielte. „Er würde gut zu uns passen“, sagte Ojeda, „ich beobachte ihn schon seit langer Zeit.“