Basketball

Alba stößt das Tor zum Meisterschaftsfinale weit auf

Mit dem 79:68 gegen Oldenburg im zweiten Halbfinalspiel des Play-off haben die Berliner drei Matchbälle, um ins Endspiel einzuziehen.

Immer einen Schritt voraus: Albas Johannes Thiemann (r.) setzt sich gegen Oldenburgs Nathan Boothe durch.

Immer einen Schritt voraus: Albas Johannes Thiemann (r.) setzt sich gegen Oldenburgs Nathan Boothe durch.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Alba ist auf Finalkurs. Berlins Basketballteam gewann das zweite von maximal fünf Spielen der Halbfinalserie um die deutsche Meisterschaft gegen Oldenburg mit 79:68 (32:29) und führt in der Serie mit 2:0.

Am kommenden Sonntag (15 Uhr/Magentasport) hat das Team von Aito Reneses in Oldenburg den ersten von drei Matchbällen, um ins Endspiel einzuziehen.

„Wir sind jetzt genau in der Position, in der wir sein wollten“, sagte Martin Hermannsson. „Jetzt wollen wir die Serie am Sonntag auch gleich im ersten Versuch beenden.“

Starker Start von Oldenburg

Die Oldenburger begannen vor 9263 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena wie die Feuerwehr (2:7), bekamen aber Probleme, als Alba wenig später vor allem in der Verteidigung zulegte.

Die Berliner, die bereits nach acht Minuten einmal komplett durchgewechselt hatten, machten das Spiel mit immer wieder frischen Kräften schnell, und Peyton Siva traf mit fünf Punkten in Folge zur ersten Führung (9:7/6.).

Deutlich absetzen konnten sie sich jedoch nicht, weil sie wie schon beim 100:93 in Spiel eins am Sonntag in Oldenburg schlecht trafen. So schmolz im zweiten Viertel auch Albas 24:16-Führung (14.) zu einem 28:29-Rückstand (18.) zusammen.

Giedraitis und Giffey beste Werfer bei Alba

Niels Giffey reparierte den Schaden vor der Pause dann noch per Dreier – 32:29, unterm Strich eine magere Ausbeute für die beiden offensivstärksten Mannschaften der Liga.

„Für uns völlig untypisch“, fand auch Kapitän Giffey, „aber wir haben uns mit der Defense durchgesetzt.“ Eher „durchgebissen“, wie Peyton Siva hinzufügte.

In einer Partie, die immer mehr zu einer Schlacht wurde, lief Alba in den nächsten Minuten geringfügig hinterher, weil es den Gästen gelang, das Tempo der Berliner zu drosseln. Nach zwei Dreiern von Rokas Giedraitis und Giffey zum 56:48 (29.) – beide waren mit 13 beziehungsweise zwölf Punkten auch Albas beste Werfer – konnte Oldenburg abermals auf 64:62 (35.) verkürzen.

Siva begeistert die Zuschauer

Ab genau diesem Moment saß in der Arena niemand mehr. und Albas Team bedankte sich, in dem es seinen Fans ein Herzschlagfinale ersparte.

Sivas Dreier 73 Sekunden vor Schluss war gefühlt endlos unterwegs, und als er sein Ziel zum 78:66 gefunden hatte, war der Jubel grenzenlos und die Erleichterung mit Händen zu greifen.

Albas Sieg war perfekt. Hinter Giedraitis und Giffey kamen Hermannsson, Landry Nnoko und Luke Sikma auf jeweils elf Punkte.