Basketball

Alba macht großen Schritt Richtung Finale

Alba Berlin macht den ersten großen Schritt ins Finale um die deutsche Meisterschaft. Die Berliner gewinnen 100:93 in Oldenburg.

Albas Anführer: Peyton Siva (l.) erzielte 26 Punkte in Oldenburg – und er beging nur ein Foul.

Albas Anführer: Peyton Siva (l.) erzielte 26 Punkte in Oldenburg – und er beging nur ein Foul.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Berlin. Alba Berlin hat im ersten Spiel der Halbfinalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft ein haushohes Ausrufezeichen gesetzt. Die Berliner gewannen als Dritter der Hauptrunde beim Zweiten Oldenburg mit 100:93 (46:44) und haben damit den Heimvorteil zurückerobert.

Tieferer Kader macht sich bezahlt

Gewinnen sie auch am Mittwoch in der Mercedes-Benz Arena (20.30 Uhr, Magentasport) die zweite der maximal fünf Partien, hätten sie bereits am Sonntag drauf erneut auswärts den ersten Matchball. Die Oldenburger müssten hingegen alle der dann noch verbleibenden drei Partien gewinnen, um Alba den Weg ins Endspiel zu verstellen. Kurzum: Es sieht gut aus für Alba.

„Es war hart, aber wir haben unser Tempo durchgesetzt und sind aggressiv zum Rebound gegangen“, erklärte Peyton Siva, der mit 26 Punkten Albas bester Werfer war. „Genau das war unser Plan“, fügte Martin Hermannsson hinzu, der wie Landry Nnoko 15 Zähler beisteuerte. „Wir wussten, dass wir von unserem tieferen Kader profitieren würden, wenn wir physisch und schnell spielen.“ Er freue sich auf Mittwoch, witzelte Albas Isländer, in der vergangenen spielfreien Woche „haben wir viel zu viel trainiert“.

Walton Jr. pausiert wegen Knöchelproblemen

Bei Alba fehlte Derrick Walton jr. Der Spielmacher hätte eigentlich mit die Kreise des Oldenburger Lenkers Will Cummings mit hätte stören sollen, war jedoch im Training umgeknickt. Für ihn rückte Dennis Clifford in den Kader, kam gegen Oldenburgs Center Rasid Mahalbasic jedoch nicht zum Einsatz.

Die Berliner lagen schnell mit 2:9 (3.) zurück, stabilisierten sich dann jedoch bald in der Defensive, womit sie die Oldenburger – wie geplant – vermehrt zu Ballverlusten zwangen. Im Angriff lief es noch längst nicht wie gewünscht. Der Rückstand schmolz jedoch zusammen, „weil wir unsere Intensität steigern konnten“, wie Nnoko nach den ersten Minuten Knochenarbeit gegen Mahalbasic erklärte.

Alba profitiert von vielen zweiten Chancen

Alba kam nach Fouls der Gastgeber jetzt zu mehr Freiwürfen und erkämpfte sich nach Fehlwürfen mit am Ende 14 Offensivrebounds zweite Chancen. Nach dem 14:13 (7.) durch Thiemann und dem 21:21 (10.) durch Peyton Siva blieben die Hausherren dennoch weiter knapp in Führung, wobei der Spielfluss auf beiden Seiten immer mehr ins Stocken geriet. Es wurde zu allererst Basketball gearbeitet. In den letzten beiden Angriffen vor der Pause glich Siva nicht nur per Dreier zum 44:44 aus, sondern sorgte auch für die 46:44-Halbzeitführung.

In den zweiten Durchgang hätten Reneses’ Männer nicht besser starten können. Nach einem erneuten Siva-Dreier schockte Franz Wagner die Gastgeber. Nach sechs Punkten des 17-Jährigen führte Alba 57:46 (23.) – frostiges Schweigen in der mit 6000 Zuschauern ausverkauften Halle.

Oldenburg hat massive Foulprobleme

Nicht selten hatte Albas Team in dieser Saison Partien mit einem solchen Lauf vorentschieden. In Oldenburg lagen die Berliner jedoch erneut mit 72:74 (31.) zurück, weil bis auf Siva kaum einer traf, egal ob von der Freiwurflinie, per Dreier oder aus Korbnähe.

Erst, als Mahalbasic, Cummings (beide erzielten 21 Punkte) und zuvor schon Philipp Schwethelm mit massiven Foulproblemen erst pausieren, dann kürzer treten und am Ende zusehen mussten, setzte sich Alba endgültig ab. Wobei sich Nnoko, Hermannsson und Rokas Giedraitis (elf Punkte) besonders hervortaten. Den Dreier zum 20. Hunderter der Saison traf Siva.