Basketball

Alba Berlin und der große Respekt vor Will Cummings

Vor dem ersten Halbfinalspiel am Sonntag dreht sich alles um den Spielmacher von Gegner Oldenburg. Seine Punktausbeute ist überragend.

Schneller als sein Gegner: Oldenburgs Will Cummings (l.).

Schneller als sein Gegner: Oldenburgs Will Cummings (l.).

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Mueller-Laschet / picture alliance

Berlin.  In Albas Halbfinal-Serie um die deutsche Basketball-Meisterschaft warten ab Sonntag mit dem ersten von maximal fünf Spielen in Oldenburg (15 Uhr, Magentasport einige anspruchsvolle Herausforderungen.

Zum einen gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie Kapitän Ricky Paulding oder Center Rasid Mahalbasic, die wie erwartet großen Anteil daran hatten, dass ihr Team als Vorrundenzweiter Heimrecht in der Serie gegen Alba hat.

Die meisten Probleme hat den Gegnern in dieser Saison jedoch mit Will Cummings (26) ein anderer beschert. Der 1,88 Meter große US-Spielmacher war im vergangenen Sommer vom Eurocup-Champion Darüssafaka Istanbul nach Oldenburg gekommen, eine Verpflichtung, die – vorsichtig ausgedrückt – bald ligaweit Beachtung fand.

Steigerung im Viertelfinale

Cummings war mit 20,5 Punkten pro Spiel der Topscorer der Liga und wurde wenig überraschend zum wertvollsten Spieler der Saison (MVP) gewählt.

„Das geht völlig in Ordnung, diese Ehrung hat er sich verdient“, sagt Albas Luke Sikma, der in der Spielzeit zuvor zum „Most valuable Player“ gekürt worden war. „Er hat bislang wie auch sein Team eine überragende Saison gespielt. Wir wissen, was auf uns zukommt.“

Zumal Cummings im Viertelfinale gegen Bonn, das sein Team wie auch Alba gegen Ulm ungeschlagen überstand, noch mal eine dicke Schippe drauflegte. In den drei Spielen erhöhte Oldenburgs Spielmacher seinen Punkteschnitt mal eben auf 27,3 Punkte pro Partie, traf 44,4 Prozent seiner Dreier und gab 4,7 Assists – ganz im Stil eines MVPs, eben.

34 Punkte als Warnung

„Er ist athletisch, ein guter Vollstrecker und steht oft an der Freiwurflinie, weil er beim Zug zum Korb sehr geschickt den Kontakt mit einem Gegenspieler sucht“, sagt Albas Peyton Siva, der seinem Gegenüber in Sachen Korbgefahr oder Spielorganisation ganz sicher in nichts nachsteht.

Anders als Cummings, in dessen Team in der Regel lediglich acht Spieler zum Einsatz kommen, wird Siva jedoch auf jede Menge Unterstützung zählen können, beispielsweise durch Derrick Walton Jr. oder auch Martin Hermannsson. „Er hat uns bei unserer Heimniederlage im März 34 Punkte eingeschenkt und wir sind uns einig, dass das nicht wieder passieren darf“, sagt Albas Isländer.

Cummings sei „sehr schnell, aggressiv, und er attackiert immer“, erklärt Joshiko Saibou, der es ebenfalls mit dem MVP zu tun bekommen wird. „Unser Ziel ist es, dass er nicht in Rhythmus kommt, sich alles erarbeiten muss und nie wohlfühlt.“ Gelingt das am Sonntag, hätte Alba schon mal eine Baustelle weniger.