Basketball

Alba steht nach drittem Sieg gegen Ulm im Halbfinale

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Theo Breiding
Albas Johannes Thiemann behauptet den Ball.

Albas Johannes Thiemann behauptet den Ball.

Foto: Andreas Gora / dpa

Mit dem 100:83 setzen sich die Berliner auch im dritten Viertelfinal-Spiel gegen Ulm durch. Oldenburg wartet in der nächsten Runde.

Berlin. Die erste Play-off-Hürde ist genommen. Alba steht im Halbfinale der Basketball-Bundesliga. Die 10.616 Zuschauer feierten am Sonntag in der Mercedes-Benz Arena im dritten Spiel der Best-of-five-Serie gegen Ulm den dritten Sieg ihres Teams.

Die Berliner gewannen am Ende souverän mit 100:83 (50:43) und treffen in der Runde der letzten Vier auf den Vorrundenzweiten Oldenburg, der sich mit 3:0 gegen Bonn durchsetzte.

Alba startet am kommenden Sonntag (15 Uhr) auswärts in die Halbfinalserie. Das Heimspiel ist für den darauffolgenden Mittwoch (20.30 Uhr), Spiel drei, abermals auswärts, für den 9. Juni (15 Uhr, jeweils Magentasport) angesetzt.

Die beiden Center Nnoko und Clifford müssen passen

„Ulm ist wie auch Oldenburg sehr offensivstark, und deshalb war das sicherlich eine gute Vorbereitung auf die Serie, die jetzt kommt“, sagt Luke Sikma, der mit seinem elften Punkt für den 19. Hunderter der Saison sorgte. „Dennoch wird es schwer, Oldenburg hat Heimrecht und ist ein sehr erfahrenes Team.“

Gegen Ulm musste Alba-Coach Aito Reneses auf gleich zwei schlechte Nachrichten reagieren, denn ihm fehlten zwei seiner drei Center. Landry Nnoko musste wegen Rückenproblemen passen, Dennis Clifford hatte nach einer Kollision tags zuvor beim Training noch Kopfschmerzen. Die Aussichten, dass beide im ersten Halbfinale gegen Oldenburg wieder eingreifen können, sind jedoch eher positiv.

Siva und Hermannsson treffen am häufigsten

Am Sonntag komplettierte erst mal der 20-jährige Kroate Kresimir Nikic den Kader, der in dieser Saison bislang nur für Kooperationspartner Bernau aufgelaufen war.

Auf der Habenseite hatten die Berliner, dass Peyton Siva, der zehn Tage zuvor beim Abschlusstraining vor der ersten Play-off-Partie gegen Ulm umgeknickt war, wieder in der ersten Fünf stand.

Albas Spielmacher eröffnete die Partie dann auch gleich mit einem Dreier und war am Ende vor Martin Hermannsson (14) mit 18 Punkten Albas bester Werfer. In der Folge tat sich Albas Team ohne seine beiden Langen trotz eines gelungenen Starts (15:7/6.) schwer.

Starker Lauf im dritten Viertel

Beim 17:24 (11.) lebte die Hoffnung der Ulmer wieder, das Aus abzuwenden und ein viertes Spiel zu erzwingen, was allerdings auch einer unterirdischen Vorstellung der Schiedsrichter geschuldet war.

Noch während des zweiten Viertels saß keiner mehr, und das gellende Pfeifkonzert, das dem Trio in Grau galt, schien ganz besonders Siva zu beflügeln. Zusammen mit Kenneth Ogbe eroberte er die Führung zurück. Derrick Walton jr. traf zum Halbzeitstand von 50:43.

Nach den Aufregungen während des ersten Durchgang kam das Tempo, mit dem Alba den Urlaub der Ulmer klar machte, für alle überraschend, was dann auch entsprechend gefeiert wurde.

Alba setzte sich in nur fünf Minuten von 53:50 (24.) auf 75:52 (29.). „Wir haben 30 Minuten lang nicht wirklich gut gespielt, aber dann mit diesem Lauf gezeigt, wozu wir in der Lage sind“, erklärte Franz Wagner. „Nicht zum ersten Mal waren alle bereit, als wichtige Spieler verletzt fehlten.“