Basketball

Alba will die Serie jetzt schnell beenden

Sonntag trifft Alba im Viertelfinale zum dritten Mal auf Ulm. Geht es nach den Berlinern, soll es das letzte Mal sein in dieser Saison.

Herausragend beim Spiel in Ulm: Martin Hermannsson (r.), der hier den Ball gegen Ismet Akpinar sichert.

Herausragend beim Spiel in Ulm: Martin Hermannsson (r.), der hier den Ball gegen Ismet Akpinar sichert.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Wenn es nach Alba Berlin geht, ist am Sonntagnachmittag das Ticket ins Halbfinale um die deutsche Basketball-Meisterschaft gebucht. Um 15 Uhr (Magentasport) empfängt die Mannschaft von Trainer Aito Reneses Ratiopharm Ulm in der Mercedes-Benz Arena. „Die Spieler sind sehr konzentriert“, sagte Sportdirektor Himar Ojeda, „man kann nie vorhersagen, wie so ein Spiel läuft. Aber wir wollen die Serie jetzt schnell beenden.“

Schon 64 Spiele in den Knochen

Die Mannschaft wolle keine weitere Reise nach Ulm, sondern sich lieber in Berlin in Ruhe auf das Halbfinale vorbereiten, in dem vermutlich Oldenburg der Gegner sein wird. Die Norddeutschen führen in ihrer Serie gegen Bonn ebenfalls mit 2:0. „Wir dürfen gar nicht erst irgendwas aufkommen lassen“, sagte Manager Marco Baldi und „den Sack zumachen“.

Ein Grund für das Expresstempo, das sich die Berliner auferlegt haben, ist ihre hohe Belastung in dieser Saison. 64 Partien haben sie durch Bundesliga, Eurocup und deutschen Pokal jetzt in den Knochen, bei Oldenburg sind es nur 37. Jede kleine Ruhepause ist deshalb Gold wert.

Ojeda lobt Hermannssons Entwicklung

Beeindruckend war, wie geschlossen Alba trotz des Ausfalls von Spielmacher Peyton Siva (Bänderdehnung) auch im zweiten Spiel in Ulm auftrat. „Besser geht es nicht“, sagte Baldi zur 2:0-Führung, „wir haben sie jetzt da, wo wir sie haben wollen.“ Ojeda lobte, wie jeder seine Rolle übernommen habe. Beim 98:83 in Ulm war dies besonders Martin Hermannsson, der 23 Punkte und sieben Assists beisteuerte.

„Ich bin glücklich über seine Entwicklung, die er bei uns genommen hat“, sagte der Sportdirektor. Der Isländer sei schon bei seiner Ankunft in Berlin ein guter Spieler auf der Position zwei des Shooting Guards gewesen. Jetzt überzeugt er auch als Point Guard immer mehr.

Siva ist bald wieder einsatzbereit

Es ist genau diese Entwicklung und Vielseitigkeit, die Alba auf weitere Siege hoffen lässt. „Unsere Trainer machen einen guten Job“, lobt Ojeda, „wir haben nicht fünf gute Spieler, und der Rest sind Back-ups. Jeder in unserem Kader kann wichtig sein.“ Und vielleicht kommt ja auch Siva am Sonntag schon zurück aufs Spielfeld. „Es geht bei ihm von Tag zu Tag besser“, berichtet der Spanier.

Es kann aber auch sein, dass der Amerikaner noch einmal geschont wird. Im Halbfinale wartet vermutlich bei Oldenburg Will Cummings als Gegner. Und man darf davon ausgehen, dass Siva seinem zum wertvollsten Spieler der Saison (MVP) gewählten Landsmann nur zu gern seine Grenzen zeigen würde.