Basketball

Alba gewinnt auch in Ulm

Alba Berlin fehlt nach einem überzeugenden 98:83 (47:43)-Sieg in Ulm nur noch ein Sieg zum Einzug ins Halbfinale.

Souveräne Berliner: Martin Hermannsson, Rokas Giedraitis und Luke Sikma (v.l.) hatten großen Anteil am klaren Sieg in Ulm.

Souveräne Berliner: Martin Hermannsson, Rokas Giedraitis und Luke Sikma (v.l.) hatten großen Anteil am klaren Sieg in Ulm.

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin. Mit einer spielerisch, aber auch kämpferisch sehr überzeugenden Leistung hat Alba Berlin einen großen Schritt in Richtung Play-off-Halbfinale um die deutsche Basketball-Meisterschaft gemacht. Die Mannschaft von Trainer Aito Reneses gewann 98:83 (47:43) bei Ratiopharm Ulm und ging damit in der Serie nach dem Modus „Best of five“ mit 2:0 in Führung. Bereits am Sonntag (15 Uhr, Magentasport) können die Berliner in der Mercedes-Benz Arena die nächste Runde klarmachen.

Auch Ulm mit Verletzungsproblemen

Diesmal fiel nicht nur auf Alba-Seite der im Training umgeknickte Peyton Siva aus. Auch die Schwaben hatten ein Problem auf der Spielmacher-Position, sogar ein größeres. Ihr Starter Patrick Miller schaute verletzt zu, Per Günther konnte nur mit Schmerzen laufen. Ein schwieriges Unterfangen, so den Favoriten in die Knie zu zwingen.

Zumal Alba wieder sehr cool zu Werke ging und kurz vor Ende des ersten Viertels beim 23:13 schon einen Zehn-Punkte-Vorsprung herausgeholt hatte. Anstelle von Siva ragte diesmal besonders der Isländer Martin Hermannsson (23 Punkte/sieben Korbvorlagen) heraus. Auch Derrick Walton (9/9) war ein starker Point Guard.

Hermannsson diesmal herausragend

Aber anfangs hatte Ulm noch genügend Kraft und Energie, um sich zur Wehr zu setzen. Mit harter Verteidigung, schnellem Spiel und verwandelten Distanzwürfen hielten die Hausherren nicht nur Anschluss, sondern gingen in der zwölften Minute durch einen Dreier von Dwayne Evans auch erstmals in Führung (25:23). „Es war ein hartes Spiel“, sagte Hermannsson, „vor eigenem Publikum haben sie mit viel Aggressivität gespielt.“ Wenig später hieß es sogar 34:30, die 6200 Zuschauer in der ausverkauften Arena wurden immer lauter.

Doch es zeichnet Alba in dieser Saison aus, dass die Mannschaft sich nicht so leicht aus dem Rhythmus bringen lässt. Auch Rokas Giedraitis (17), Joshiko Saibou und Luke Sikma (je 13) punkteten zweistellig. Beim 41:39 lagen die Gastgeber zum letzten Mal vorn, danach übernahmen die Berliner noch mehr die Kontrolle.

Alba will zu Hause Halbfinale sichern

„Es ist schwierig gegen Alba zu bestehen, wenn sie mit so hohem Tempo spielen“, sagte Ismet Akpinar (13 Punkte), neben Javonte Green (18) und Evans (14) bester Ulmer. Zumal sein Team durch die Verletzungen nicht tief genug besetzt ist, um dem standzuhalten.

Man sah den Süddeutschen förmlich an, wie mehr und mehr die Kräfte schwanden. Zwei Punkte von Landry Nnoko brachten Alba beim 67:56 erneut zweistellig in Vorlage. Alle verzweifelten Versuche der Gastgeber, noch einmal heranzukommen, verpufften. Bis auf 18 Punkte (91:73) wuchs der Berliner Vorsprung. Ulm hatte sich da schon geschlagen gegeben. Wenig wahrscheinlich, dass sich dieses Team noch einmal aufrappelt? Hermannsson warnte: „Sie werden bestimmt noch mal attackieren, sie haben ja nichts zu verlieren. Aber wir wollen jetzt zu Hause alles klar machen.“ BM