Basketball

Alba geht mit voller Kapelle in das Play-off

Die Berliner treffen im Viertelfinale auf Ulm. In der Punkterunde war Alba dem Gegner in fast allen Belangen überlegen.

Derrick Walton Jr. ist bereit für das Play-off mit Alba.

Derrick Walton Jr. ist bereit für das Play-off mit Alba.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Was war, zählt nicht mehr, schon gar nicht die Ergebnisse des letzten Spieltags der Hauptrunde, an dem der Tabellenführer der Basketball-Bundesliga, der FC Bayern, in Bonn verlor und der Zweite Oldenburg bei Aufsteiger Crailsheim. Alles steht auf Null. Acht Teams sind übrig und nur vier werden die erste Play-off-Runde überleben. Alba wird es als Dritter mit dem Sechsten Ulm zu tun bekommen und startet am kommenden Sonnabend in der Mercedes-Benz Arena (18 Uhr) in die „Best of five“-Serie.

Alba geht als Favorit in das Viertelfinale, genau so wie die Bayern (1.) gegen Braunschweig (8.) und Oldenburg (2.) gegen Bonn (7.), schon allein aufgrund des Heimrechts in einem möglicherweise entscheidenden fünften Spiel. Dem Überraschungsteam aus Vechta (4.), dessen Coach Pedro Calles als Trainer des Jahres geehrt wurde, drohen gegen Pokalsieger Bamberg (5.) jedoch Probleme, weil für die beiden verletzten Leistungsträger Seth Hinrichs und Clint Chapman die Saison zu Ende ist. Mit Tyrone Nash fehlte zuletzt sogar noch ein dritter Langer.

Alba ist der Favorit gegen die Ulmer

Bei Alba sind hingegen alle fit, was bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass auf das Team mindestens die Pflichtspiele 63, 64 und 65 dieser Saison warten. Auch Derrick Walton jr. ist mit seinem am Sonntag in Ludwigsburg verstauchten Finger einsatzbereit, womit er Albas Coach Aito Reneses erneut vor die Wahl stellen wird, einen seiner sieben Ausländer nicht auf bieten zu können, was zuletzt des Öfteren Dennis Clifford traf.

Auch, wenn Albas Auswärtssieg im Oktober in Ulm (92:74) und das 92:81 Anfang April in Berlin, wie eingangs erwähnt, Schnee von gestern sind, kann der Blick zurück die Favoritenrolle der Berliner stützen. Alba machte in der Bundesliga-Hauptrunde durchschnittlich 91,9 Punkte (Ulm: 87,5), traf 51,1 Prozent der Feldwürfe (Ulm: 48,2), 37,6 Prozent Dreier (Ulm: 34,7), holte 36,9 Rebounds (Ulm: 33,9) und gab 22,9 entscheidende Pässe (Ulm: 17,8). Lediglich bei den Freiwürfen waren die Ulmer, bei denen Ex-Alba-Spieler Ismet Akpinar Regie führt, mit 78,4 Prozent (Alba: 75,2) überlegen. Rundum schöne Zahlen, also – schade nur, das alles auf Null steht.