Basketball

Alba lässt Würzburg nicht den Hauch einer Chance

Die Berliner gewinnen ihr Spiel gegen angeschlagene Unterfranken deutlich mit 108:69. Dabei stellen sie zwei neue Saison-Rekorde auf.

Haben gut lachen: Albas Franz Wagner (l) und Teamkollege Joshiko Saibou jubeln über den klaren Sieg.

Haben gut lachen: Albas Franz Wagner (l) und Teamkollege Joshiko Saibou jubeln über den klaren Sieg.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin.  Würzburgs Trainer Denis Wucherer hatte vor dem Gastspiel bei Alba Berlin nicht tiefgestapelt. Dass sein Team, das noch am Mittwoch im Finale des Fiba Europe Cups gegen Dinamo Sassari mit 79:81 den ersten europäischen Titel der Vereinsgeschichte verpasst hatte, „auf dem Zahnfleisch“ lief, war nicht zu übersehen.

Mit verletzungsbedingt reduziertem Kader angereist, standen die Unterfranken von Beginn an auf verlorenem Posten. Die Berliner entledigten sich der Pflichtaufgabe mit einem 108:69 (49:28) und festigten damit vor 8817 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena den dritten Tabellenplatz.

Alba vor allem bei Rebounds überlegen

„War schon irgendwie gradlinig“, schmunzelte Kapitän Niels Giffey, der wie auch Derrick Walton jr. auf 15 Punkte kam. Topscorer war Peyton Siva mit 19 Zählern. „Es war gut, dass wir mal wieder genug Energie hatten, unser Spiel zu spielen“ freute sich Center Johannes Thiemann.

Albas Mannschaft, bei der Martin Hermannsson und Tim Schneider pausierten, wirkte nach vier reise- und spielfreien Tagen – einem Luxus, den es im ganzen Monat April nicht gegeben hatte – deutlich frischer als zuletzt und lenkte die Partie schon im ersten Viertel in die gewünschte Richtung (32:15).

Die von Albas Coach Aito Reneses attestierte „gut organisierte“ Spielanlage der Gäste war zu erkennen, ihnen fehlte jedoch die Physis, sie auch durchzusetzen, wie Albas Überlegenheit bei den Rebounds (48:28) deutlich belegt.

Neue Bestmarke bei Dreiern und Hundertern

Die einzige Frage, die schon Anfang des zweiten Viertels im Raum stand, war, ob Alba den Vereinsrekord weiter auf 15 Hunderter in einer Saison ausbauen würde.

Die Antwort gab Franz Wagner 3:01 Minuten vor Ende mit seinem Treffer zum 101:60, danach sorgte Giffey mit dem 18. Dreier des Spiels für eine weitere Bestmarke. Gegen Jena hatte Alba 17 Mal aus der Distanz getroffen.

Für Alba geht es mit zwei weiteren Heimspielen weiter, am Mittwoch (18 Uhr) gegen den Tabellensiebten aus Bonn und Freitag (20.30 Uhr) gegen die stark abstiegsgefährdeten Eisbären aus Bremerhaven.

Im letzten Spiel vor dem Play-off-Start reisen die Berliner am Sonntag (18 Uhr/jeweils auf Magentasport) nach Ludwigsburg. Albas Gegner im Viertelfinale ist voraussichtlich Ulm.