Basketball

Alba schleppt sich in die Werkstatt

Nach der Niederlage gegen Bayern muss Alba am Dienstag in Jena antreten. Die hohe Belastung birgt eine große Gefahr.

Albas Derrick Walton (M.) Alba kämpft zwei Bayern-Spieler durch

Albas Derrick Walton (M.) Alba kämpft zwei Bayern-Spieler durch

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Berlin.  Man muss andauernd Öl nachkippen, die Wasserpumpe leckt, die Bremse zieht Luft, ein Reifen ist fast platt. Aber egal, die Karre läuft, wenn auch nur noch kürzere Strecken, und so muss es auch weiter gehen, denn die Werkstatt öffnet erst in knapp zwei Wochen.

So oder so ähnlich lässt sich die Situation von Albas Basketballmannschaft derzeit beschreiben. Erst am Sonntag die Niederlage gegen den FC Bayern, dann ab in den Bus, weil an diesem Dienstag (19 Uhr, Magentasport) der Tabellenletzte in Jena wartet. Dort lauert nicht nur die Gefahr, sich zu blamieren, sondern auch die weiterer möglicher Blessuren, oder, um im Bild zu bleiben: dass die Wasserpumpe ihren Geist völlig aufgibt.

Topleistung ist für die Berliner gerade nicht drin

„Für uns ist es aktuell unmöglich, unsere beste Leistung abzuliefern“, sagte Albas Coach Aito Reneses nach dem 75:85 seiner Mannschaft gegen den FC Bayern, bei dem ihr nach 30 Minuten auf Augenhöhe am Ende die Puste gefehlt hatte. „Wir reisen die ganze Zeit und haben weder Zeit zur Vorbereitung noch zur Regeneration.“ Deswegen sei seine Mannschaft gegen die Bayern „90 Prozent der Zeit nicht in der Lage gewesen, unseren Stil zu spielen.“

Was sich erstaunlicherweise nur im letzten Viertel im Ergebnis niederschlug. Man darf also hoffen, dass Albas individuelle Qualität und der Teamgeist nicht nur in Jena reichen, um den dritten Tabellenplatz abzusichern. In der Woche darauf, der letzten der Hauptrunde, warten mit den drei Heimspielen gegen Würzburg (5.5.), Bonn (8.5.), Bremerhaven (10.5.) und auswärts in Ludwigsburg (12.5.) vier Partien in acht Tagen.

Pause vor Play-off wird sehnlichst erwartet

„Aus dieser Serie müssen wir heil und als Dritter herauskommen“, sagt Marco Baldi. Danach bleibt dann bis zum Play-off-Start eine Woche Zeit, Löcher zu stopfen und Schrauben nachzuziehen. „Diese Woche wird sich anfühlen wie sechs Wochen Karibik-Urlaub“, scherzt Albas Geschäftsführer. „Die wird uns sehr helfen, wieder mal zu trainieren und unsere mentale Kraft zurückzuholen.“ Dann, weiß Baldi, werden ab dem Viertelfinale alle in den „Best of five“-Serien drei Spiele pro Woche absolvieren müssen. Da sollte Alba – rundum überholt und abgedichtet – von den jetzt sicherlich schmerzhaften Erfahrungen profitieren.