Basketball

Albas Kampf gegen den Spannungsabfall

Die Belastung durch die Eurocup-Erfolge macht den Berlinern im Saison-Endspurt zu schaffen. In Bayreuth fehlen zudem zwei Stammkräfte

Augen zu und durch: Albas Topscorer Rokas Giedraitis (l.).

Augen zu und durch: Albas Topscorer Rokas Giedraitis (l.).

Foto: HMB Media / Ryan Evans / picture alliance / Ryan Evans

Berlin. Theo Breiding

Achtung, Vorsicht! Die Bayreuther Basketballer, die sich „Heroes of tomorrow“ nennen, wollen Gutgläubige ganz offensichtlich in die Irre führen. Denn mit ihren Heldentaten möchten sie ganz sicher nicht bis morgen warten, sondern schon am heutigen Donnerstagabend alles dafür tun, sich von den eigenen Fans feiern zu lassen. Dann nämlich ist Alba Berlin in ihrer Oberfrankenhalle zu Gast (20.30 Uhr, Magentasport), in einem für gewöhnlich unwirtlichen Ambiente, wie zuletzt auch die Bonner Baskets erlebten. Sie verloren dort am Ostersonntag mit 78:84 nach Verlängerung.

Alba holt bei den Franken, die noch um den Einzug ins Play-off kämpfen, eine Partie des 17. Spieltags nach. Jene stand eigentlich am dritten Januar-Wochenende auf dem Programm, musste aber wie viele andere aufgrund des Siegeszuges der Berliner im Eurocup verschoben werden. Ein Erfolg, der Alba derzeit große Probleme bereitet.

Die Akkus der Berliner sind leer

Nach der Final-Niederlage in Valencia, die gerade mal elf Tage her ist, hat die Mannschaft mit der Enttäuschung und einem verständlichen Energie-Verlust zu kämpfen. Zudem geht der jetzt übervolle Terminkalender an die Substanz, das war am Ostermontag beim mühevollen 92:84 im Nachholspiel gegen den Mitteldeutschen BC unübersehbar. Als die Akkus voll waren, stand es 34:20 (10.), nach dem Spannungsabfall 53:53 (24.).

„Und genau dieses Problem wird uns in den kommenden Wochen weiter begleiten“, prophezeit Geschäftsführer Marco Baldi. Angesichts der vielen Spiele und der Reisen sei es für seine Spieler, „sehr schwierig, den Fokus zu behalten“, weiß Coach Aito Reneses, der in Bayreuth voraussichtlich erneut auf Kapitän Niels Giffey und Martin Hermannsson verzichten muss.

Fragezeichen hinter Giffey und Hermannsson

„Bei mir war eine Woche Pause geplant. Dass in dieser Woche viele Spiele sind, ist eher Zufall“, sagt Giffey, dessen Sprunggelenk überlastet ist. Für seine Rückkehr im Topspiel gegen die Bayern am Sonntag (18 Uhr, Mercedes-Benz-Arena) gibt er sich optimistisch.

Hinter dem am Oberschenkel verletzten Hermannsson steht, wie man hört, ein deutlich dickeres Fragezeichen. Aber da geht der Blick schon zu weit voraus. Aktuell sollen die „Heroes of tomorrow“ erst mal auch die Helden von morgen, besser noch: übermorgen, bleiben.