Basketball

Alba besiegt Euro-Frust mit Gala gegen Vechta

Die Berliner gewannen gegen den Aufsteiger Valencia mit 104:67.

Kenneth Ogbe

Kenneth Ogbe

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin. Dass Alba in der Bundesliga das Play-off verpasst, ist rechnerisch noch möglich, aber so wahrscheinlich wie zwei Mal sechs Richtige in einer Woche. Realistisch betrachtet dürfte Berlins Basketballteam Mitte Mai mindestens als Dritter in die Runde der besten Acht gehen, nachdem an Gründonnerstag einer der direkten Konkurrenten vor 8876 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena nachgerade vom Parkett gefegt wurde. Nur drei Tage nach der entscheidenden Niederlage im dritten Eurocup-Finale in Valencia gewann Alba gegen Aufsteiger Vechta, dem Überraschungsteam der Liga, mit 104:67 (58:32).

„Wir wollten uns etwas beweisen“, war Kapitän Niels Giffey mehr als zufrieden, und fügte mit Blick auf die äußerst erfolgreiche Reise durch Europa zuvor hinzu: „Ich denke, es wird uns in dieser Saison noch helfen, dass wir wissen, auf welchem Niveau wir spielen können.“

Hermannsson durfte regenerieren

Da in der Bundesliga nur sechs Ausländer erlaubt sind, durfte Martin Hermannsson nach den Kraftakten der vergangenen Wochen gegen Vechta regenerieren. Auch ohne den Isländer und an seiner Stelle mit Kenneth Ogbe in der Ersten Fünf war Alba den Gästen aus dem Norden von Beginn an in allen Belangen überlegen. In der Abwehr heiß und bissig – und vorn sorgte Rokas Giedraitis, der 23 seiner insgesamt 26 Punkte schon vor der Pause machte, gleich für klare Verhältnisse. Bereits nach dem ersten Viertel waren die Gäste mit 27:14 deutlich distanziert, allerspätestens beim 58:29 kurz vor Ende der ersten Halbzeit war die Partie entschieden. Den 100. Punkt erzielte Ogbe zum 101:64 (39.). Es wird ihm ein Vergnügen sein, für die nächste Ladung Donuts nach dem Training zu sorgen.

Vechta kam gerade recht zum Frustabbau

Die Gäste aus Vechta, die in eigener Halle nicht nur Alba (80:69), die Bayern (93:75) und zuletzt auch den Bundesliga-Zweiten Oldenburg (100:85) geschlagen hatten, waren zum Frustabbau nach der Enttäuschung von Valencia offensichtlich gerade recht gekommen.

Alba hat jetzt bis zum Play-off-Start neun Spiele in 23 Tagen vor der Brust. Los geht’s gleich zu Ostern mit zwei Spielen gegen den Mitteldeutschen BC, am Sonnabend auswärts (20.30 Uhr) in Weißenfels (19 Uhr) in Berlin.