Basketball

Alba gewinnt erstes Eurocup-Halbfinale gegen Andorra

Der erste Schritt Richtung Finale: Am Dienstagabend siegten die Berliner in der ersten Halbfinalpartie gegen Morabanc Andorra.

Peyton Siva (l) und Luke Sikma von Alba Berlin im Kampf um den Ball gegen Michele Vitali (r) von Morabanc Andorra.

Peyton Siva (l) und Luke Sikma von Alba Berlin im Kampf um den Ball gegen Michele Vitali (r) von Morabanc Andorra.

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin. Alba Berlin hat einen großen Schritt in Richtung der Endspielserie um den Basketball-Eurocup gemacht, aber es war der erwartete Kraftakt. Vor 9111 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena gewannen die Berliner das erste Halbfinale gegen MoraBanc Andorra mit 102:97 (59:43). Das zweite Aufeinandertreffen nach dem Modus „Best of three“ findet am Freitag (20.15 Uhr/Magentasport) in Andorra statt.

„Wir wissen“, sagte Alba-Kapitän Niels Giffey, „dass uns dort ein megaschweres Spiel erwartet.“ Ein wenig wurden Erinnerungen wach an die Viertelfinalserie gegen Unicaja Malaga. Da hatten die Berliner in der ersten Partie eine sehr starke erste Halbzeit hingelegt, mit 21 Punkten geführt – doch am Ende verloren. Eine Heimniederlage gegen die Mannschaft aus den Pyrenäen, so viel war im Vorhinein klar, könnte schon irreparable sportliche Schäden hervorrufen, denn Andorra hat in dieser Eurocupsaison all seine neun Heimspiele gewonnen.

Unglaubliche Wurfquoten

Und so wirkten die Gastgeber von Beginn an konzentriert in der Abwehr und hatten fast unglaubliche Wurfquoten. Sieben von neun Würfen aus der Dreierdistanz verwandelt, 16 Korbvorlagen, fast 75 Prozent Trefferquote insgesamt – MoraBanc-Coach Ibon Navorra sprach von einem „Desaster“, doch Alba ist in der Form auch schwer zu stoppen und führte mit bis zu 20 Punkten Vorsprung. Fast jeder Wurf ein Gegentreffer, dennoch dachten die Gäste nicht daran, sich aufzugeben.

„Wir haben in der Pause über Malaga gesprochen“, gab Peyton Siva zu, mit 18 Punkten und neun Rebounds trotz Erkältung der überragende Mann des Abends, „trotzdem haben wir nachgelassen, aber im vierten Viertel noch mal einen draufgelegt.“

Sah es zu Beginn der zweiten Hälfte aus, als würden die Berliner diesmal souverän siegen, biss sich ihr Gegner nun förmlich an ihnen fest. Dazu kamen wieder einmal ein paar strittige Schiedsrichterentscheidungen. Der Alba-Rhythmus war gebrochen. Punkt für Punkt kämpfte sich MoraBanc heran. Als der ehemalige Tübinger Reggie Upshaw nach exakt 30 Minuten auf 73:85 aus Sicht Andorras verkürzte, war die Partie wieder offen. Die Mannschaft aus dem Gebirge zwischen Spanien und Frankreich ließ nun erst recht nicht nach, spürte ihre Chance. Nach einem Dreier von Michele Vitali 40 Sekunden vor Schluss stand es nur noch 99:97 für Alba, ein Zitterspiel. Doch Martin Hermannsson behielt die Nerven, sein Korbleger plus Bonus-Freiwurf besiegelte den Erfolg.

„Wir sind noch nicht am Ziel“

„Es war ein wichtiger erster Schritt, aber wir sind noch nicht am Ziel“, sagte Rokas Giedraitis (13 Punkte). Luke Sikma (20): „Wir sind jetzt erst mal glücklich.“ Am Donnerstag reist die Mannschaft nach Andorra. Sollte es in der Serie nach dem Modus „Best of three“ nach dem zweiten Aufeinandertreffen 1:1 stehen, käme es zum dritten Spiel am 27. März erneut in Berlin (20 Uhr, Magentasport). Das erste Spiel gewonnen hat auch Valencia, die Spanier bezwangen Unics Kasan 69:64.