Berlin. Sehr zufrieden war man bei Alba Berlin, nachdem man im Eurocup den ersten Schritt Richtung Finale gemacht hatte. Mit dem 102:97-Erfolg vom Dienstagabend gegen Morabanc Andorra ging der Basketball-Bundesligist in der Best-of-Three-Serie mit 1:0 in Führung. Zufrieden war man aber auch, dass man ein hartes und umkämpftes Match in der Schlussphase gewinnen konnte. "Ich bin sehr glücklich über den Sieg, weil ich weiß, wie schwierig das war", sagte Trainer Aito Garcia Reneses.
Der Druck liegt nun bei Andorra
"Wir sind da, wo wir hinwollten", sagte Nationalspieler Joshiko Saibou. Im zweiten Spiel am Freitag in Andorra (20.15 Uhr) können die Berliner mit einem Sieg das Finale buchen. "Wir sind jetzt in einer guten Ausgangsposition. Die haben auf jeden Fall Druck", so Saibou weiter. Sollte Alba verlieren, käme es am kommenden Mittwoch in Berlin zum Entscheidungsspiel.
Will man in Andorra etwas erreichen, wird man sich jedoch über die komplette Spielzeit steigern müssen. Am Dienstag begann Alba zunächst brillant, spielte Andorra fast an die Wand. "Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, das ist ja nicht normal", fand Manager Marco Baldi. Mit 18 Punkten waren die Berliner da davongezogen. Im ersten Viertel fanden sieben Drei-Punkt-Würfe bei neun Versuchen den Weg in den Korb. Alles deutete auf einen klaren Heimsieg hin.
Alba muss mehr Konstanz zeigen
Doch nach dem Seitenwechsel kam der Bruch im Spiel. "So wie wir mit der Energie etwas runtergegangen sind, waren die voll da", fand Baldi. Andorra kam Punkt um Punkt näher - und bis auf zwei Zähler heran. "Da waren wir vielleicht zu relaxt, da sahen wir nicht gut aus", sagte Guard Martin Hermanson. Neben der Berliner Schwächephase zeigte sich aber auch, dass das bisher international kaum in Erscheinung getretene Andorra zu Recht im Halbfinale steht. "Die sind wahnsinnig unangenehm. Und sie sind wuselig, schnell und sehr variabel", sage Baldi.
Im Gegensatz zum Viertelfinale gegen Malaga, als Alba daheim eine 21-Punkte-Führung verspielte, brachte man dieses Mal den Sieg nach Hause. «Wir hatten aber in beiden Spielen immer den letzten Wurf. Wir hatten es immer selbst in der Hand», meint Baldi. Am Freitag wird Alba sich vor allem defensiv steigern müssen. «Wir müssen sehen, dass wir weniger Punkte zulassen», fordert Saibou.
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Berliner Morgenpost