Eurocup-Viertelfinale

Alba Berlin zieht in die nächste Runde ein

Die Berliner stehen nach dem 79:75 im dritten Spiel gegen Malaga im Eurocup-Halbfinale. Der nächste Gegner kommt wieder aus Spanien.

Albas Niels Giffey (r.) hat alles unter Kontrolle

Albas Niels Giffey (r.) hat alles unter Kontrolle

Foto: Soeren Stache / dpa

Berlin. Vor dem dritten und entscheidenden Viertelfinale um den Eurocup zwischen Alba Berlin und Unicaja Malaga spielte der Hallen-DJ einen Klassiker der Popmusik: „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees.

Luke Sikma hatte sich diesen Song gewünscht. Es klang zunächst wie ein frommer Wunsch. Doch er ging in Erfüllung.

Alba gewann eine packende Basketball-Partie 79:75 (36:39) gegen den Europapokal-Gewinner von 2017 und zog damit ins Halbfinale ein.

Nun geht es gegen Morabanc Andorra

Gegner dort ist MoraBanc Andorra, die Spanier setzten sich bei Asvel Villeurbanne mit 82:80 durch. Das erste Halbfinale nach dem Modus „Best of three“ findet in der Mercedes-Benz Arena am kommenden Dienstag statt (20.30 Uhr). „Das ist ein Riesenerfolg für uns“, jubelte Joshiko Saibou, „es sind supergute Teams im Eurocup – und wir spielen weiter um den Titel.“

Dabei sah es im dritten Viertel nicht danach aus. Bis dahin war die Partie sehr ausgeglichen. Doch dann gingen die ­Spanier nach einem Zwischenspurt von 47:46 auf 64:51 in Führung. Außerdem knickte Nationalspieler Saibou, bis dahin mit zehn Punkten gut in der Partie, um und konnte nicht mehr eingesetzt werden.

Alba dreht Malaga-Vorsprung drei Minuten vor Schluss

Zuerst erwachten die 7000 Zuschauer in der Arena, danach das Alba-Team. Plötzlich trafen die Distanzschützen Niels Giffey , Tim Schneider, Peyton Siva, Luke Sikma, Rokas Giedraitis nach Belieben. Malagas Vorsprung schrumpfte, ein weiterer Sikma-Dreier brachte die Berliner gut drei Minuten vor dem Ende mit 74:73 nach vorn.

Von nun an war es ein reines ­Nervenspiel auf Augenhöhe. Malaga wirkte jetzt verunsichert durch den großen Kampfgeist der Gastgeber, die sich bei den Rebounds ein Übergewicht erkämpften (39:26) und so immer wieder zu zweiten und dritten Wurfchancen ­kamen.

Luke Sikma setzt den Schlusspunkt

Und der spanische Favorit Unicaja wankte nicht nur, er fiel auch. „Wir haben mit mehr Energie gespielt“, sagte Rokas Giedraitis, der den entscheidenden Korb­leger 14 ­Sekunden vor Schluss im dritten Zupacken einnetzte.

Der bis dahin so treff­sichere Finne Sasu Salin (17 Punkte) vergab Malagas Dreier-Versuch zum Ausgleich, den Schlusspunkt für die Berliner setzte dann Luke Sikma mit einem verwandelten Freiwurf. Und Albas Traum lebt.