Eurocup

Alba erzwingt mit Sieg in Malaga Entscheidungsspiel

Alba ist im Eurocup eine Überraschung gelungen. Nach der Heimniederlage revanchierten sich die Berliner in der Best-of-Three-Serie.

Alba entschied die zweite Viertelfinal-Partie mit 101:81 für sich.

Alba entschied die zweite Viertelfinal-Partie mit 101:81 für sich.

Foto: dpa

Malaga. Sie schienen am Boden zerstört, die Basketballprofis von Alba Berlin. Im ersten Viertelfinale des Eurocups hatten sie am Dienstag eine 21-Punkte-Führung gegen Unicaja Malaga hergegeben und 90:91 verloren. Die zu Hause beinahe unschlagbaren Spanier mussten nur noch die zweite Partie gewinnen, um den Einzug ins Halbfinale perfekt zu machen. Doch Malaga erlebte sein blaues Wunder, die Gäste aus der Bundesliga siegten nach famoser Leistung ganz klar mit 101:81 (51:43) und erzwangen eine entscheidende dritte Begegnung in der Serie nach dem Modus „Best of three“. Die findet am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in der Mercedes-Benz Arena statt.

Im ersten Viertel und über weite Strecken der zweiten zehn Minuten sah es noch so aus, als würde sich Unicaja die große Chance nicht entgehen lassen. Der Finne Sasu Salin nervte die Berliner mit seinen Distanzwürfen, der Franzose Mathias Lessort mit seiner Athletik unter dem Korb. Doch Alba blieb erstaunlich gelassen und verließ sich auf seine Stärken, variierte das Spiel über seine Langen Llandry Nnoko oder Johannes Thiemann sowie über seine Schützen Luke Sikma, den trefflichen Rokas Giedraitis (23 Punkte) oder Geburtstagkind Joshiko Saibou, der in Malaga 29 Jahre alt wurde.

„Wir haben unser Herz auf dem Feld gelassen, hart gekämpft und wussten, das hier heute ist unsere letzte Chance“, sagte der Litauer Giedraitis. Obwohl Spielmacher Peyton Siva nach einem Schlag ins Gesicht längere Zeit ausfiel, obwohl Luke Sikma schon früh sein viertes Foul kassierte – durch nichts ließen sich die Berliner aus der Ruhe bringen.

Schon gegen Ende der ersten Halbzeit übernahmen sie das Kommando, besonders durch Giedraitis und Sikmas Treffer. Zwar kämpfte sich Malaga im dritten Viertel heran, aber wieder reagierte Alba abgeklärt und traf immer dann, wenn sich Unicaja auf der Überholspur wähnte. Am Ende war es ein Schaulaufen der zu Hause noch so gedemütigten Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses. Sechs Spieler trafen zweistellig, und diesmal spielten sie bis zur letzten Sekunde konzentriert. Malaga kassierte eine der höchsten Niederlagen seiner Geschichte, das Publikum pfiff sein Team aus.