Basketball

Alba trotz Finalpleite positiv: "Kein Problem mit dem Kopf"

Alba verliert unter Trainer Aito erneut ein großes Finale knapp. Trotzdem glaubt der Ex-Serienmeister noch an ein gutes Ende der Saison.

Trainer Aito macht seiner Mannschaft nach dem verlorenen Pokal-Finale Mut.

Trainer Aito macht seiner Mannschaft nach dem verlorenen Pokal-Finale Mut.

Foto: Annegret Hilse / dpa

Bamberg. Trainer Aito Garcia Reneses klopfte seinen Spielern am Bahnsteig noch einmal anerkennend auf die Schulter, bevor es nach der bitteren Finalpleite zurück nach Berlin ging. Im ICE 702 war es dann am späten Sonntagabend in den Wagen der ersten Klasse ganz ruhig. Zu tief saß die Enttäuschung über das bittere 82:83 (37:44) im Pokalfinale der Basketball-Bundesliga bei Brose Bamberg. Zum dritten Mal verlor Alba unter dem 72 Jahre alten Aito ein wichtiges Endspiel, einen Knacks soll das den Hauptstädtern aber nicht geben.

"Wir haben kein Problem mit Finals, und jetzt sicher auch kein Problem mit dem Kopf", sagte Aito, der weiter auf seinen ersten Titel in Deutschland wartet. Der Coach musste sich mit Alba bereits im Vorjahr im Cup-Endspiel und dem Finale um die Meisterschaft jeweils dem FC Bayern geschlagen geben. Und nun eben Bamberg. "Wir sind noch nicht am Saisonende", sagte Aito und blickte nach vorn: "Wir müssen jetzt trainieren und versuchen, wieder besser zu sein. Mit einer Woche mehr Zeit hätten wir das Spiel vielleicht gewonnen."

In Franken kamen viele Dinge zusammen

Leistungsträger Luke Sikma war nach einer Erkältung entkräftet, Peyton Siva noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und der gerade erst verpflichtete Derrick Walton noch nicht richtig integriert. Hinzu kommen viele Verletzungen in den vergangenen Monaten. "Wir hatten viele Schwierigkeiten", sagte Aito. Eine Ausrede sollte das nicht sein. "Wir haben keinen so großen Kader und können das alles nicht einfach auffangen", sagte der Coach, der in Spanien unter anderem schon neun Meisterschaften feierte: "Es ist für uns sehr schwer mit drei Wettbewerben."

Nach Platz zwei im Pokal liegt der Fokus in den kommenden Wochen auf starken Resultaten in der Bundesliga und einem möglichst guten Abschneiden im Eurocup. Zwei Wochen Pause aufgrund von Länderspielen kommen genau richtig, um neue Kräfte zu sammeln und den Rückschlag abzuhaken. "So nah am Titel zu sein, ist schwierig. Das tut weh", sagte Sikma: "Wir müssen trotzdem Selbstvertrauen mitnehmen."

Denn es fehlte nur ein Wurf zum ersehnten ersten Titel für Alba seit dem Pokalsieg vor drei Jahren. Der 35 Jahre alte Nikolaos Zisis traf 2,4 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Dreipunktewurf zum Erfolg Bambergs, Sikmas Verzweiflungsversuch kurz darauf fand nicht mehr sein Ziel. Die Berliner hatten sich trotz langen Rückstands in den Schlussminuten noch einmal stark herangekämpft. «Ich bin stolz auf meine Jungs», sagte Sikma auch deswegen. Topscorer wurde Rokas Giedraitis mit 23 Punkten.

Weiter geht es für den Tabellenvierten erst am 2. März mit dem Bundesliga-Auswärtsspiel bei den Fraport Skyliners in Frankfurt, drei Tage später folgt das erste von maximal drei Viertelfinalspielen im Eurocup gegen den spanischen Vertreter Unicaja Malaga.

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