Basketball

Alba gelingt die Generalprobe für das Pokalfinale

Letzter Härtetest geglückt: Vor dem Cupfinale gewinnen die Berliner in der Bundesliga gegen Braunschweig – obwohl eine Stammkraft fehlt

Rokas Giedraitis (l.) war gegen Braunschweig Albas Topscorer.

Rokas Giedraitis (l.) war gegen Braunschweig Albas Topscorer.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Erst war es ein ziemliches Basketball-Gewürge, am Ende aber ein souveräner Erfolg und eine ordentliche Generalprobe: Alba Berlin hat seinen letzten Härtetest vor dem deutschen Pokalfinale am Sonntag in Bamberg gewonnen. Gegen die Löwen Braunschweig gelang beim 82:74 (39:43) vor 7988 Fans in der Mercedes-Benz Arena zugleich die Revanche für die 79:83-Hinspiel-Niederlage. „Aber zufrieden war ich nur mit dem dritten Viertel meiner Mannschaft“, sagte Aito Garcia Reneses.

Der Alba-Coach überraschte mit einer Startaufstellung ohne Luke Sikma, erstmals in dieser Saison. Außerdem hatte er 13 gesunde Spieler, zwölf dürfen nur auf den Anmeldebogen, und der Amerikaner Dennis Clifford musste anstelle eines Deutschen zuschauen – er war leicht angeschlagen. Allerdings gingen die Pläne des Trainers anfangs nicht auf. Ohne ihren verletzten Top-Center Scott Eatherton verlegten sich die Gäste auf Distanzwürfe und trafen sehr gut, während Alba allein im ersten Viertel zehn Ballverluste produzierte. „Wir haben zu Beginn zu riskant gespielt“, sagte Kapitän Niels Giffey.

Rückkehrer Siva findet allmählich seinen Rhythmus

Die Folge war ein 20:32-Rückstand nach zwölf Minuten, ehe die Berliner in der Defensive anzogen, nicht mehr so viele Bälle wegwarfen und die Kontrolle über das Geschehen erlangten. Der Ball lief jetzt besser, immer wieder wurden gute Abschlüsse mit leichten Punkten gefunden. Noch nicht in der ersten Halbzeit, aber früh im dritten Viertel ging Alba in Führung und lag nach 30 Minuten schon 67:53 vorn. Dieser Durchgang entschied die Partie, er ging mit 28:10 an Berlin.

„Es war gut, wie wir uns nach der Pause zurückgekämpft haben“, sagte Spielmacher Peyton Siva, der wie der andere Rekonvaleszent Joshiko Saibou viel Einsatzzeit erhielt und nach fast zwei Monaten Verletzungspause allmählich seinen Rhythmus findet. Beste Werfer ihres Teams waren Rokas Giedraitis (18 Punkte/sieben Rebounds/fünf Ballgewinne), Sikma (15), der immer stärker werdende Johannes Thiemann (13) und Giffey (zwölf). Bei den Braunschweigern ragte DeAndre Landsdowne mit 21 Punkten heraus. „Ihn“, gab Giffey zu, „haben wir nicht in den Griff bekommen.“

In Bamberg warten nun größere Herausforderungen. Aber nicht nur der Sieg gegen Braunschweig stärkt die Zuversicht. Alba hat jetzt fünf Pflichtspiele in Folge gewonnen, neun der vergangenen zehn. Keine schlechten Vorzeichen für ein erfolgreiches Cupfinale.