Basketball

Alba Berlin feiert seinen 50. Sieg beim alten Rivalen Bonn

Luke Sikma führt Alba Berlin bei den Telekom Baskets Bonn zum Erfolg, Peyton Siva gibt sein Comeback.

Peyton Siva (r.) ist zurück: Gegen Bonn gab er sein Comeback.

Peyton Siva (r.) ist zurück: Gegen Bonn gab er sein Comeback.

Bonn. Die acht aufregenden Basketball-Tage, die für Alba Berlin am kommenden Sonntag im zehnten Pokaltriumph enden sollen, haben zunächst mit einem schwer erkämpften Bundesliga-Sieg begonnen. Beim alten Rivalen Telekom Baskets Bonn gewannen die Berliner 93:81 (51:41) und verbesserten sich auf den vierten Tabellenrang. Es war in dem brisanten Duell der alten Rivalen im 75. Vergleich der 50. Alba-Sieg.

Als in der 14. Minute National-Center Johannes Thiemann zwei Freiwürfe verwandelte zur 41:21-Führung Albas, da ging ein Raunen durch den mit 6000 Zuschauern ausverkauften Telekom-Dome. So souverän traten die Gäste auf, so treffsicher waren sie und auch gedanklich scheinbar immer einen Schritt schneller als die Bonner. Zugleich kamen die zuvor verletzten Peyton Siva und Joshiko Saibou zu wichtigen Einsatzminuten, vor allem Spielmacher Siva (12 Punkte/6 Korbvorlagen), und erhöhten die Wechselmöglichkeiten für Trainer Aito Garcia Reneses.

Zwischenzeitlich schlichen sich kleine Fehler bei Alba ein

Die Hoffnungen der Baskets hielt jedoch Josh Mayo am Leben, mit zwölf Punkten allein im zweiten Viertel. Und plötzlich zeigten die Berliner, bei denen Niels Giffey und Luke Sikma sich die ersten 19 Punkte untereinander geteilt hatten, Nerven. Kleine Fehler schlichen sich ein. Die Gastgeber rückten auf bis zu sieben Punkte (40:47) heran. Alba war in der Lage, seine Konzentration wieder zu erhöhen. Aber Bonn hatte nun neue Zuversicht geschöpft.

Und Mayo, der herausragende Mann des Abends, brachte Bonn immer weiter heran. In der 29. Minute hieß es 58:60, der Amerikaner traf auch aus den größten Distanzen und stand am Ende bei 29 Punkten. Die zerfahrener werdende Partie war wieder völlig offen. „Mayo war unglaublich“, sagte Alba-Center Johannes Thiemann (11 Punkte), „ich weiß gar nicht, ob der heute einen verworfen hat. Aber wir haben einen guten Job gemacht, das Spiel doch zu gewinnen.“

Weil die Berliner nie die Ruhe verloren, sondern gerade in den wichtigsten Minuten kühl blieben. Plötzlich trafen Martin Hermannsson (16 Punkte), Rokas Giedraitis (11) und sowieso der ruhende Pol im Alba-Spiel, Luke Sikma. Mit 23 Punkten und acht Rebounds hatte er den größten Anteil am Erfolg seines Teams. Am Dienstag (19 Uhr, Mercedes-Benz Arena) kann Alba mit einem weiteren Erfolg gegen die Löwen Braunschweig weitere Zuversicht fürs Pokalfinale sammeln.

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