Basketball

Siva vielleicht schon in Bonn dabei

Alba Berlin bekommt Zuwachs: Die Spielmacher Peyton Siva und Joshiko Saibou kehren nach ihren Verletzungen ins Teamtraining zurück.

Ist immer heiß darauf zu spielen: Peyton Siva (r.) könnte schon am Sonntag in Bonn wieder mit von der Partie sein.

Ist immer heiß darauf zu spielen: Peyton Siva (r.) könnte schon am Sonntag in Bonn wieder mit von der Partie sein.

Foto: Annegret Hilse / dpa

Berlin.  Am Donnerstagabend durfte er endlich wieder das tun, was er am liebsten macht: mit den anderen großen Jungs Basketball spielen. Nach fast zwei Monaten Pause wegen einer Knieverletzung nahm Alba Berlins Spielmacher Peyton Siva (28) erstmals am Mannschaftstraining teil. Am Freitag erneut, und an diesem Sonnabend will Trainer Aito Reneses Garcia nach einer dritten Einheit entscheiden, ob der Amerikaner am Sonntag im Bundesliga-Spiel bei den Telekom Baskets Bonn seinem Team schon helfen kann.

Sivas Sehnsucht ist besonders groß

„Jeder Spieler hat nach einer solchen Pause Sehnsucht nach dem ersten Einsatz“, sagte Reneses, „aber Peyton ist speziell. Seine Sehnsucht ist noch größer als bei den anderen.“ Wenn das Training um 10 Uhr beginne, sei Siva schon um 9 Uhr da und werfe sich ein. Wenn das Training dann um 11.30 Uhr ende, bleibe Siva noch in der Halle und feile weiter an seinem Wurf. Er muss quasi gebremst werden.

Trainieren ist aber nur das eine. Die Frage sei, erklärt der Trainer aus Spanien, wie schnell Siva wieder an seine Bestform herankomme. Das könne nur langsam geschehen, und natürlich braucht es dafür vor allem: Spielpraxis. Im Hinblick auf das Pokalfinale am 17. Februar in Bamberg sind also Einsatzminuten wichtig für Siva. Denn dort sind seine Punkte, seine Vorlagen, seine Verteidigung gefragt. Teamkollege Luke Sikma hat keine Zweifel, dass sein Landsmann bis dahin einen weiteren großen Schritt gemacht haben wird. „Schon jetzt“, sagte er, „ist er wieder der Schnellste von uns, selbst wenn er erst 50 Prozent seiner Form erreicht haben mag.“

Auch Saibou hofft auf seinen Einsatz in Bonn

Alba-Trainer Reneses kann sich nicht nur darüber freuen. Mit Joshiko Saibou steht ein weiterer Point Guard in den Startlöchern, der 28-Jährige trainierte nach überstandener Bänderverletzung am Knöchel am Freitag erstmals wieder mit seinem Team. Auch der deutsche Nationalspieler hofft durchaus, in Bonn wieder dabei zu sein. Plötzlich hat der Coach also fast ein neues Problem: So viele Spielmacher wie aktuell mit Siva, Saibou, Martin Hermannsson, Jonas Mattisseck und Bennet Hundt hatte er selten in dieser Saison zur Verfügung.

„Wir stehen als Team schon wieder vor der Aufgabe, unser Spiel an eine neue Personalsituation anzupassen. Der Sonntag wird zeigen, wie gut wir das in nur wenigen Tagen hinkriegen“, sagte Reneses. Doch dadurch, dass Stefan Peno wegen seiner Kniescheibenluxation für den Rest der laufenden Spielzeit ausfällt, ist ihm diese Form von Luxus sicher recht.

Mehr über Alba Berlin lesen Sie hier.