Basketball

Alba gewinnt souverän gegen Partizan Belgrad

Die Berliner siegten am Dienstagabend vor 8943 Zuschauern in eigener Halle gegen Partizan Belgrad souverän mit 97:74 (47:34).

Berlins Niels Giffey (l.) erzielte 17 Punkte (Archivbild).

Berlins Niels Giffey (l.) erzielte 17 Punkte (Archivbild).

Foto: Fabian Sommer / dpa

Berlin. Perfekter Abschluss und geglückte Revanche: Alba Berlin hat das Top 16 des Basketball-Eurocups mit einem Sieg beendet. Die Berliner setzten sich am Dienstagabend mit 97:74 (47:34) gegen Partizan Belgrad durch und machten die Niederlage aus dem Hinspiel vergessen. Und auch wenn es um fast nichts mehr ging – Alba stand als Gruppensieger fest, die Serben hatten das Viertelfinale verpasst –, erlebten die 8943 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena einen Abend, an den sie sich noch länger erinnern werden.

Verantwortlich dafür waren vor allem die Fan-Fraktionen der Gäste, die sich gegenseitig nicht grün waren und von der Polizei getrennt werden mussten. Gefeiert wurde daher separat, und der gute Start ihres Teams heizte die Stimmung an. Als Partizan mit 23:18 in die erste Viertelpause ging, wurde so wild gesprungen, skandiert und gefeiert, wie man es eigentlich nur aus Fußballstadien kennt.

Die Berliner, die sich in T-Shirts mit der Trikotnummer ihres frisch am Knie operierten Kollegen Stefan Peno aufgewärmt hatten, ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Zwar fehlte es in der Offensive an Rhythmus und Spielfluss, doch dafür saßen die Würfe aus der Distanz. Von Topscorer Rokas Giedraitis (19 Punkte) über Niels Giffey (17) bis zu Peno-Vertreter Jonas Mattissek (10) – wer in Durchgang zwei warf, traf. Sieben von acht Dreiern fanden in diesem Spielabschnitt ihr Ziel, zur Halbzeit lag Alba mit 13 Zählern vorn.

Von Entspannung konnte jedoch trotzdem keine Rede sein. Zunächst, weil sich Mitte des zweiten Viertels ein dritter Partizan-Block nahe dem Alba-Anhang aufbaute und so den Aufmarsch voll ausgerüsteter Polizisten provozierte; zum anderen, weil Alba die Führung im dritten Durchgang bis auf zwei Punkte schrumpfen ließ. Das Gute: Die ekstatischen Fans blieben friedlich, und die Berliner brachten den Sieg schlussendlich sicher nach Hause. Mehr noch: Giffey schraubte die Punktedifferenz mit einem Dreier in letzter Sekunde auf 23 Punkte. Sollte Alba das Halbfinale erreichen, hätten die Berliner dadurch Heimrecht. „Ich wusste, dass wir den Vorsprung brauchten“, sagte Giffey cool. Die Gäste-Fans trommelten da noch immer. Im Viertelfinale trifft Alba auf Malaga.