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Basketball

Alba feiert dank Hermannsson Comeback-Sieg gegen Vilnius

Ein überragender Martin Hermannsson hat Alba Berlin trotz 20 Punkten Rückstand noch zu einem 87:85 im Eurocup gegen Vilnius geführt.

Gefeierter Isländer: Martin Hermannsson (3.v.l.) ist nur 1,91 Meter groß, aber gegen Rytas Vilnius war er der Größte.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

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Berlin.  Alba Berlin gelang in den Top 16 des Basketball-Eurocups ein möglicherweise vorentscheidender Coup und ein einzigartiges Comeback. Die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses schlug Rytas Vilnius nach dem 94:86 vor einer Woche in Litauen auch in eigener Halle. Überragender Mann beim 87:85 (39:57) vor 7277 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena war Martin Hermannsson, der für die Berliner beim Stand von 40:60 im dritten Viertel mit 17 Punkten in Folge die Wende einleitete. Alba ist jetzt mit 3:1 Siegen allein Erster der Gruppe E, da AS Monaco überraschend gegen Partizan Belgrad (68:71) verlor.

Die Gäste trafen anfangs fast nach Belieben

Die Berliner waren nach gutem Start (10:4/4. Minute) bald damit beschäftigt, nicht schon früh deutlich in Rückstand zu geraten. Die Mischung der Gäste stimmte, sie trafen aus Korbnähe und der Distanz. Alba fehlte es nur zwei Tage nach der Gala im BBL-Pokalhalbfinale in Frankfurt anfangs an Energie, blieb jedoch durch drei Dreier von Rokas Giedraitis und einem von Niels Giffey im Spiel (29:29/11.). Danach bekamen die Berliner zunehmend Probleme mit der aggressiven Verteidigung der Gäste, die ihrerseits munter weiter trafen. Das zweite Viertel ging mit 14:30 verloren, die Berliner lagen zur Halbzeit mit 39:57 zurück. Die Partie schien schon verloren.

Hermannssons märchenhafter Auftritt, der dann folgte, mit fünf Dreiern und einem Korbleger hintereinander in knapp vier Minuten, dürfte auch europaweit seinesgleichen suchen. Dass es dem Isländer dann noch vergönnt war, 0,9 Sekunden vor Schluss mit seinen Punkten 23, 24 und 25 den Sieg an der Freiwurflinie perfekt zu machen, hätte man sich auch in Hollywood nicht besser ausdenken können. „Die zweite Halbzeit war so gut wie die erste schlecht gewesen war“, zog Albas Isländer ein eher sachliches Fazit. „Wir haben Charakter gezeigt.“

Am Sonnabend nächste Herausforderung in Göttingen

Wie das andere Gesicht der Gastgeber nach der Pause zu erklären sei, wurde er auch gefragt. „Wir brauchten etwas Besonderes“, sagte er, „ich habe einfach die freien Dreier genommen und zum Glück getroffen.“ Am Sonnabend treten die Berliner in der Bundesliga in Göttingen an, das gestern Bayern München 71:84 unterlag.

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