Basketball

Alba beendet Oldenburger Siegesserie

Mit dem starken Martin Hermannsson als Spielmacher gewinnen die Berliner 93:84 in Oldenburg und stoppen ihren kurzen Negativlauf.

Starke Leistung auf der Spielmacherposition: Martin Hermannsson leistete sich nur wenige Fehler im Aufbau.

Starke Leistung auf der Spielmacherposition: Martin Hermannsson leistete sich nur wenige Fehler im Aufbau.

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Berlin.  Krise? Welche Krise? Alba Berlin, zuletzt zweimal geschlagen in Braunschweig und bei Partizan Belgrad, hat das Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga souverän gewonnen. Beim Tabellenzweiten Baskets Oldenburg, seit insgesamt acht Partien unbesiegt und in eigener Halle in dieser Saison sowieso, setzte sich die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses mit 93:84 (49:43 durch).

Der Spanier überraschte dabei mit zwei Maßnahmen. Er ließ den Isländer Martin Hermannsson anstelle von Stefan Peno auf der Aufbauposition beginnen. Außerdem nahm er statt Jung-Nationalspieler Tim Schneider den zuletzt etwas formschwachen Kenneth Ogbe mit nach Niedersachsen. Beides zahlte sich aus. Hermannsson leitete das Berliner Spiel umsichtig und konzentriert. Es gab gegen die defensivstarken Gastgeber kaum Ballverluste, ein Schlüssel für den Erfolg. Er war außerdem einer von sechs Akteuren seines Teams, die zweistellig punkteten (12). Noch mehr Zähler (13) gelangen nur Rokas Giedraitis.

Berliner Team wesentlich ausgeglichener

Oldenburg hatte mit Will Cummings (24) und dem unverwüstlichen Rickey Paulding (18) bessere Schützen, doch der Rest des Teams fiel dahinter deutlich ab, während Alba sich sehr geschlossen präsentierte. Auch der sonst so gefürchtete Center Rasid Mahalba­sic (9). „Alba war definitiv das bessere Team“, gab der Österreicher zu.

Auch Ogbe hatte daran seinen Anteil. Als die Norddeutschen im dritten Viertel drauf und dran schienen, die Kontrolle zu übernehmen, verwandelte der 24-Jährige trocken zwei Distanzwürfe – Alba enteilte auf 68:55, baute im Anschluss seine Führung sogar auf bis zu zwanzig Punkte aus (84:64/35. Minute). „Zwei Niederlagen hintereinander, das kann in einer langen Saison schon mal passieren“, sagte Ogbe, „aber wir fahren eben danach hierher nach Oldenburg, um unser bestes Spiel abzuliefern.“ Was streckenweise gelang. Die heimstarken Norddeutschen gewannen kein einziges Viertel. Berlin hat sich dagegen als Hauptkonkurrent Bayern Münchens im Meisterschaftskampf zurückgemeldet.

Obradovic als Trainer in Bamberg im Gespräch

Wie es aussieht, wird Brose Bamberg in diesen Kampf in dieser Saison nicht eingreifen. Die Franken blamierten sich vor eigenem Publikum beim 67:85 gegen Aufsteiger Rasta Vechta. Trainer Ainars Bagatskis steht Medienberichten zufolge vor dem Rauswurf, und ein Nachfolger wird auch schon gehandelt: der ehemalige Alba-Star als Spieler und Trainer, Sasa Obradovic.