Basketball

Elmedin Kikanovic kehrt nach Berlin zurück

Elmedin Kikanovic wird bei Alba immer noch geschätzt. Jetzt kehrt er mit Monaco zurück nach Berlin – als Gegner im Basketball-Eurocup.

Ein Mann und eine Frau mit hohem Basketball-IQ: Der frühere Alba-Center Elmedin Kikanovic und Schiedsrichterin Anne Panther im Gespräch.

Ein Mann und eine Frau mit hohem Basketball-IQ: Der frühere Alba-Center Elmedin Kikanovic und Schiedsrichterin Anne Panther im Gespräch.

Foto: imago sportfotodienst / imago/Bernd König

Berlin.  Egal, wie Alba Berlin an diesem Donnerstag in der Mercedes-Benz Arena (18.30 Uhr, Telekomsport) in die Top 16 des Eurocups gegen AS Monaco startet – eines steht schon fest: Elmedin Kikanovic (30) wird ein Hauptdarsteller des Abends sein. Gelingt dem 2,10 Meter großen Center, der 2017 nach zwei Jahren in Berlin nach Monaco wechselte, ein Zwei-Punkte-Wurf, ist er mit 389 gelungenen Versuchen aus Mittel- oder Nahdistanz alleiniger Rekordhalter der zweithöchsten europäischen Spielklasse.

Eins-gegen-eins-Duelle sollte Alba vermeiden

Eine Bestmarke, auf die Alba auch ein wenig stolz sein darf. Denn der bosnische Nationalspieler versenkte zwischen 2015 und 2017 mehr als die Hälfte seiner Zweier (208) für die Berliner und erzielte in deren Trikot 523 seiner bislang 1001 Punkte im Eurocup. Den Rekord zu verhindern, wird schwierig. Kikanovic trifft wie eh und je. Er ist mit 15,5 Punkten und 4,9 Rebounds Topscorer seines Teams und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass sich die Monegassen bei ihrem Debüt im Eurocup sogar als Erster der Gruppe A für die Top 16 qualifizierten.

Mit „Kika“, wie er in Berlin hieß, käme zu allererst ein „ganz toller Mensch“ nach Berlin, schwärmt Thomas Päch, Albas Assistenztrainer. Beide halten noch Kontakt. „Herzlich, freundlich und clever“ sei der Bosnier und auf dem Parkett „offensiv ganz einfach eine Macht: kräftiger, als man denkt und mit seiner rechten Hand in Korbnähe und aus der Mitteldistanz kaum zu stoppen“. Eins-gegen-eins-Duelle gegen seine Nachfolger Dennis Clifford, Landry Nnoko und Johannes Thiemann gelte es zu verhindern. Man müsse Kikanovic zwingen, „den Ball zu passen, was nicht zu seinen ganz großen Stärken gehört“, erklärt Päch.

Auch Gerald Robinson trug das Berliner Trikot

Wie Alba litt Monaco bislang unter zahlreichen Verletzungen. Auch Gerald Robinson fehlte, der 2017 zehn Spiele für Alba bestritt, bevor er mit Kikanovic nach Frankreich zog. In Berlin soll der US-Guard dabei sein. Insgesamt erwartet Aito Reneses „ein sehr interessantes Team mit viel Talent“. Dass Monaco sich als Gruppenerster qualifizierte, hat Albas Coach überrascht. In der französischen ersten Liga reicht es derzeit nur zu Platz 13. Einer Liga, die den Anschluss an den Glanz vergangener Zeiten sucht. Derzeit sind die Franzosen in der Euroleague nicht vertreten, im Eurocup schafften auch Asvel Villeurbanne und Limoges CSP den Sprung unter die letzten 16.

Monaco ließ im Eurocup bislang nur 75,7 Punkte pro Spiel zu (2.). Da stehe Alba „vor einer großen Herausforderung“, sagt Reneses, dessen Team mit durchschnittlich 89,7 Punkten den drittbesten Angriff des Wettbewerbs hat. „Wir stehen in der Pflicht, dieses erste Heimspiel der Top 16 mit der Hilfe unserer Fans zu gewinnen, denn andernfalls“, so Albas Coach, „könnte das Erreichen des Play-off schon kompliziert werden.“

Albas Gegner in den Top 16: AS Monaco (H: 3.1., A: 29.1.), Partizan Belgrad (A: 9.1., H: 5.2.), Rytas Vilnius (A: 16.1., H: 22.1.).