Sieg im letzten Heimpiel

Hermannsson führt Alba zum Sieg, aber Sorgen um Siva

Isländer ist beim Erfolg gegen Gießen bester Berliner Werfer. Spielmacher Siva fällt mit Knieverletzung länger aus.

Foto: Michael Hundt / Matthias Koch / imago/Matthias Koch

Berlin.  Alba bleibt in dieser Bundesliga-Saison zu Hause ungeschlagen. Gegen Gießen 46er siegte das Basketballteam von Aito Reneses im letzten Heimspiel des Jahres mit 108:96 (54:49). Bevor sie jubeln durften, hatten die 11.217 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena jedoch schlechte Nachrichten zu verdauen. Peyton Siva, der erst knapp sechs Wochen wegen einer gebrochenen Rippe ausgefallen war, wird erneut länger fehlen. Der Spielmacher hatte sich tags zuvor im Training das Knie überstreckt und, wie zu hören war, eine minimale Fraktur der Kniescheibe zugezogen. „Das ist natürlich totaler Mist, Peyton kam gerade wieder in Form, und wir hatten uns wieder aneinander gewöhnt“, sagte Stefan Peno, der einer derjenigen war, der „eine Schippe drauflegen musste“. Wie auch Martin Hermannsson, der vor Peno (16) mit 19 Punkten bester Berliner Werfer war, bei seinem ersten Einsatz nach einem Bänderriss im Knöchel. „Für mich ging es erst mal darum, wie sich der Fuß anfühlt“, sagte der Isländer nach seinem Comeback. „Dann war es viel besser, als ich erwartet hatte.“ Bei den Gästen fehlte der in dieser Saison überragenden Center John Bryant (Achillessehne).

Auch Jungstar Mattisseck überzeugt

Alba hatte keine erkennbaren Schwierigkeiten, sich an die gerade erst verstrichene Zeit zu erinnern, in der sie hatte ohne Siva auskommen müssen. Zumal Jonas Mattisseck genau da weitermachte, wo er beim Sieg bei Bayern München im Pokal-Viertelfinale am Sonntag aufgehört hatte. Dort hatte er fünf seiner sieben Dreier versenkt. Gegen Gießen eröffnete der 18-Jährige die Partie mit seinem ersten Distanzwurf zum 3:0, mit seinem zweiten traf er dann zum 12:4. Die vom ehemaligen Berliner Ingo Freyer trainierten Gäste sind eine Mannschaft, die nicht lange fackelt und ihre Angriffe schnellstmöglich abschließt. Wenn sie trifft, bekommen auch Spitzenteams Probleme. Vorerst war jedoch Alba weitaus treffsicherer, wobei sich mit Franz Wagner (17) noch ein weiterer Youngster hervortat. Nach dessen Dreier führte Alba 30:18 (11.).

In der Folge war zu sehen, dass Freyers Team zwar etwas überraschend, aber nicht unverdient als Tabellensiebter angereist war. Die Gießener legten in der Verteidigung zu und fanden auch im Angriff ihren Rhythmus. Alba bekam, wie befürchtet, Probleme und nach Serie von fünf gegnerischen Dreiern war die Partie Mitte des dritten Viertels ausgeglichen (70:70/27.).

Wie die Partie mit einem gesunden John Bryant geendet hätte, wird für immer Spekulation bleiben. Ohne ihren Starcenter konnten die Gießener das Spiel jedenfalls nicht mehr kippen. Alba brachte den Sieg als Team über die Ziellinie und kann am Sonnabend im letzten Spiel des Jahres bei den Eisbären in Bremerhaven (20.30 Uhr, Telekomsport) unter ein erfolgreiches Jahr den Schlussstrich ziehen.

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