Basketball

Alba wünscht sich schöne Bescherung

Vor einer Woche verloren die Berliner Basketballer in der Bundesliga in München. Im Pokal fordern sie Revanche von den müden Bayern.

Luke Sikma (l.) trifft zum zweiten Mal innerhalb einer Woche auf Danilo Barthel und die Bayern-Basketballer

Luke Sikma (l.) trifft zum zweiten Mal innerhalb einer Woche auf Danilo Barthel und die Bayern-Basketballer

Foto: Michael Hundt / Matthias Koch / imago/Matthias Koch

Berlin.  Es waren am 12. Oktober nur noch zwei Lose übrig. Allen war damit also klar, dass die besten deutschen Basketball-Mannschaften, der FC Bayern und Alba Berlin, im Pokal im schon Viertelfinale aufeinandertreffen. Zur falschen Partie zog Bundestrainer und Alba-Legende Henrik Rödl als Glücksfee auch noch den falschen Ort, zumindest aus Sicht seines Ex-Klubs, und loste den Münchnern das Heimrecht zu. An diesem Sonntag (18 Uhr, Telekomsport) ist es so weit. Die Nummer eins im Lande empfängt die Nummer zwei. Alles oder Nichts einen Tag vor Heiligabend – eine schöne Bescherung.

Bei der Neuauflage des Meisterschafts- und Pokalfinales der vergangenen Saison hoffen beide Seiten darauf, Weihnachten als Halbfinalisten zu feiern. Die national noch ungeschlagenen Bayern sowieso, aber auch die Berliner, obwohl sie erst vor einer Woche das Bundesliga-Duell in München mit 81:83 verloren. „Das war ein eher schlechtes Spiel von uns und dennoch bis zum Ende eng“, erinnert sich Kapitän Niels Giffey, der mit der Schlusssirene sogar noch zum Sieg hätte treffen können. Seinem Coach Aito Reneses, am Donnerstag 72 Jahre alt geworden, hatte vor allem missfallen, dass sein Team „immer dann gut gespielt hat, wenn wir deutlicher zurücklagen.“

Gegen Madrid verlor München trotz guten Spiels

Seine Mannschaft dürfte ausgeruhter sein, spielte nur am Mittwoch im Eurocup gegen Krasnodar (82:92). Die Bayern gewannen am Mittwoch in der Euroleague in Mailand 80:78 und verloren am Freitag zu Hause gegen Real Madrid mit 72:82. Sicher ein Vorteil für die Berliner, die schon im Hinterkopf haben, dass sie im Falle eines Sieges die Favoriten auf den ersten Titel nach Albas Neustart unter Reneses im Sommer 2017 wären.

Jeder im Team weiß allerdings auch, dass sie dafür Derrick Williams besser als vor einer Woche (26 Punkte) in den Griff bekommen müssen. Eine Aufgabe, die vornehmlich Luke Sikma zukommen wird, der den Superstar der Bayern gut aus gemeinsamen Tagen in der NBA-Summerleague kennt. „Er ist schnell, stark, trifft derzeit fast alles und wird seine Punkte machen“, sagt Sikma. „Aber entscheidend wird sein, dass wir gegen sie als Team gut verteidigen.“ Gelingt das und Alba siegt, hätte Rödl für seinen Ex-Klub vielleicht sogar das ganz große Los gezogen.

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