Basketball

Alba verpasst Platz eins im Eurocup gegen Krasnodar

Die Berliner verlieren das letzte Gruppenspiel im Eurocup gegen Krasnodar 82:92. Spielplan für Top 16 kommt am Donnerstag.

Kenneth Ogbe war kurzzeitig schuhlos

Kenneth Ogbe war kurzzeitig schuhlos

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Berlin.  Es war noch keine Minute gespielt zwischen Alba Berlin und Kuban Krasnodar, da hatten Dennis Clifford und Kenneth Ogbe im Eifer des Gefechts schon einen Schuh verloren. Von den Socken waren die Gastgeber zwar dadurch nicht gleich, aber vielleicht war das schlecht geschnürte Schuhwerk ein böses Omen. Sie verloren jedenfalls das Spitzenspiel in der Basketball-Eurocupgruppe B gegen die Russen 82:92 (40:39) und schlossen diese Phase als Zweiter ab. In der nächsten Runde der Top 16 heißen die Gegner nun AS Monaco, Partizan Belgrad und Rytas Vilnius. Alba hat sein erstes Spiel am 2. oder 3. Januar. Der genaue Spielplan wird erst an diesem Donnerstag bekannt gegeben.

Wie schon im 83:75 gewonnenen Hinspiel kamen die Berliner besser in die Partie, hatten immer wieder kleine Führungen von bis zu sieben Punkten herausgearbeitet. Doch diesmal leistete die Lokomotive härteren Widerstand, verbissen kämpften die Gäste vor 8097 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena einen Vorsprung bei den Rebounds heraus und verließen sich in der Offensive zur Not auf ihre Distanzschützen wie den Ex-Bamberger Dorell Wright. Bis zur Pause hielt Alba trotzdem einen kleinen Vorsprung.

Sikma überragt bei den Albatrossen

Wie drei Tage zuvor beim 81:83 in München entschied ein schwaches drittes Viertel (19:31) die Partie zu Ungunsten Albas. Krasnodar um den Ex-Berliner Jamel McLean legte eine 9:0-Serie hin, kontrollierte jetzt das Geschehen, vor allem durch seine bissige Verteidigung, aber auch durch viel zu viele Offensivrebounds, zweite Chancen, die das Team zu nutzen verstand. Hätte nicht Youngster Jonas Mattisseck in dieser Phase drei Distanzwürfe verwandelt, wäre es noch trostloser gewesen. Auch der in München noch so auftrumpfende Landry Nnoko konnte wenig ausrichten und blieb diesmal unauffällig.

Was immer Alba um den herausragenden Luke Sikma (17 Punkte, sieben Rebounds, fünf Korbvorlagen, vier Ballgewinne) versuchte, Kuban war zu clever, um sich einen 14-Punkte-Vorsprung noch abknöpfen zu lassen. „Wir haben ihnen zu viele zweite Chancen gegeben“, ärgerte sich der Berliner Center Johannes Thiemann. Sikma sah es genauso, erinnerte aber daran: „Man darf nicht vergessen: Sie sind sehr stark und haben nicht umsonst letztes Jahr im Finale gestanden.“