Basketball

Bayern hat alles, was Alba nächste Saison haben will

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Dietmar Wenck
Der Neu-Bayer Derrick Williams kann mehr als jonglieren. Er spielte mehr als 400 Mal in der NBA, nun läuft der US-Amerikaner für München auf.

Der Neu-Bayer Derrick Williams kann mehr als jonglieren. Er spielte mehr als 400 Mal in der NBA, nun läuft der US-Amerikaner für München auf.

Foto: Matthias Balk / dpa

Vor dem Basketball-Spitzenspiel gegen den Bundesliga-Tabellenführer aus München geben sich die Berliner angriffslustig.

Berlin.  Aito Reneses ist kein Mann, der die Dinge überhöht. Doch vor dem Spiel Alba Berlins an diesem Sonntag (15 Uhr, Sport1/Telekomsport) beim Bundesliga-Tabellenführer Bayern München sagt sogar der Trainer von Alba Berlin: „Dieses Spiel ist größer als andere Spiele. Bayern München ist der Champion, und sie spielen sehr gut. Ich hoffe, dass wir sie herausfordern können. Uns gegen solche Teams zu behaupten, ist wichtig für unsere Entwicklung.“

Zwei Duelle gegeneinander in einer Woche

Die ganze Woche wird das sein – für beide Teams. Alba empfängt zusätzlich am Mittwoch (20.15 Uhr) im Eurocup-Topspiel Lokomotive Krasnodar und tritt am Sonntag darauf (18 Uhr) zum Pokal-Viertelfinale erneut bei den Bayern an. Den Münchnern stehen unter der Woche noch zwei Aufgaben in der Euroleague bevor: am Mittwoch in Mailand, am Freitag daheim gegen Real Madrid. Eine riesige Belastung selbst für die belastbaren Basketball-Profis. „Vielleicht werden sie ein bisschen müder sein als wir“, hofft Albas Power Forward Luke Sikma. Aber das bezieht sich dann mehr auf das Pokalspiel in einer Woche.

Zunächst steht das Bundesliga-Top-Duell an, Erster gegen Zweiter, Meister gegen Vize, Pokalsieger gegen Pokalfinalist. „Natürlich spielt diese Vorgeschichte in den Köpfen eine Rolle“, sagt Sikma, weil immer die Bayern das bessere Ende für sich hatten. Sie haben sich sogar noch verstärkt, wie sich gerade erst beim 88:84-Sieg über Zalgiris Kaunas zeigte. Ihr neuer Star Derrick Williams (27), der mehr als 400 NBA-Einsätze vorweisen kann, war Topscorer mit 27 Punkten. Weitere starke Zugänge sind unter anderen der Finne Petteri Koponen, Nationalspieler Maodo Lo und der Ex-Alba-Center Leon Radosevic. Fehlen wird gegen Alba voraussichtlich Center Devin Booker. Die Berliner müssen auf Martin Hermannsson und Franz Wagner (beide Sprunggelenkverletzung) verzichten.

Kampfansage von Joshiko Saibou

Doch niemandem bei Alba ist bange vor den anstehenden Top-Partien. „Das werden drei harte Tests, wir freuen uns darauf“, sagt Center Johannes Thiemann. Joshiko Saibou ergänzt: „Wenn man nicht für solche Spiele Basketball spielt, dann weiß ich auch nicht mehr.“ Der Aufbauspieler geht sogar noch einen Schritt weiter. „Ich respektiere die Bayern, denn sie können guten Basketball spielen. Aber zu viel Respekt habe ich auch nicht. Wir sind selbst ein gutes Team. Und alles, was die jetzt haben, wollen wir nächstes Jahr selbst haben: Meister sein, Pokalsieger sein, Euroleague spielen.“ Eine Kampfansage, die nicht nur für diese Woche gilt, sondern für die ganze Saison.