Basketball

Center Chapman macht Sonnabend sein Abschiedsspiel für Alba

Der US-Amerikaner wird am Sonnabend bei s.Oliver Würzburg sein letztes Ligaspiel für die Berliner bestreiten.

Clint Chapman

Clint Chapman

Foto: Alba Berlin

Berlin. Am Mittwoch im Eurocup-Spiel hat Clint Chapman noch einmal gezeigt, wie sehr er der Mannschaft von Alba Berlin helfen kann. 15 Punkte und neun Rebounds steuerte der Basketballprofi aus den USA zum 84:76-Erfolg gegen Limoges CSP bei. Doch tags darauf lief sein Vertrag beim achtmaligen deutschen Meister aus. Aber die Fans waren sich sicher: Einen solchen Spieler wird Alba in jedem Fall behalten. Und er werde an diesem Sonnabend (20.30 Uhr, Telekomsport) im Bundesligaspiel in Würzburg bestimmt dabei sein. Das wird er auch dank einer Zusatzvereinbarung, wie der Klub am Freitag verkündete. Und doch wird er danach nicht mehr für die Berliner spielen.

Die Verhandlungen hätten sich schwierig gestaltet, „sehr kompliziert“, wie Sportdirektor Himar Ojeda sagte. Vermutlich wurden sich beide Seiten finanziell nicht einig oder über die Rolle, die Chapman hätte spielen können. In einer Mitteilung Albas wird Ojeda so zitiert: „Wir danken Clint für seine Zeit in Berlin. Er hat sich sehr schnell in das Team eingefügt und war in den letzten Wochen eine große Hilfe für uns.“

Chapman hatte in Berlin Ende September einen Zwei-Monats-Vertrag unterzeichnet. Albas Starting Center Dennis Clifford fehlte wegen einer Knieverletzung. Es wurde anfangs belächelt, als Ojeda den 29-jährigen Chapman als Hilfe präsentierte. Denn der Mann aus Oregon hatte die Jahre zuvor in der japanischen Liga verbracht, wo sich nicht gerade die Stars der Szene tummeln. Doch sehr schnell zeigte Chapman, dass er zumindest in der Offensive wertvoll sein kann. Seine durchschnittlichen statistischen Werte lagen in der Bundesliga bei acht Punkten und vier Rebounds sowie einem Effektivitätswert, der alle Spielkomponenten addiert, von zehn. Im Eurocup (10/4,8/10,9) sind die Werte des 2,08 Meter großen Centers noch besser. Insgesamt absolvierte Chapman in den zwei Monaten 16 Spiele für das Team und enttäuschte selten. In der Mannschaft ist er ebenso beliebt wie bei den Fans. Und auch der Spieler selbst hatte betont, wie wohl er sich im Team, mit den Fans und in der Mercedes-Benz Arena fühle: „Ich würde sehr gern länger hierbleiben.“ Nun kommt es anders.

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