Basketball

Alba muss Reisen und Verletzungen erstmals Tribut zollen

Die Berliner wollen den ersten Liga-Dämpfer nicht dramatisieren. Trainer Reneses scheint fast mit der Pleite gerechnet zu haben

Hat derzeit keinen einfachen Job: Alba-Coach Aito Reneses (Mitte)

Hat derzeit keinen einfachen Job: Alba-Coach Aito Reneses (Mitte)

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

Berlin.  Nun ist sie also dahin, Albas makellose Bilanz, doch so richtig aufregen mochte sich darüber niemand bei den Berlinern. „Wir waren vom Energie-Level nicht da“, sagte Kapitän Niels Giffey nach der ersten Pleite dieser Bundesligasaison, „das war einfach zu wenig.“ Zumal Aufsteiger Vechta seinerseits fast über sich hinauswuchs. „Sie haben sehr, sehr gut gespielt, sehr laufintensiv“, lobte Alba-Coach Aito Reneses nach dem 69:80 am Sonnabend.

Warum seinem eigenen Basketball-Team die nötige Spritzigkeit fehlte? Dafür ließ sich mehr als nur eine Erklärung finden. Zum einen sammelte der Alba-Tross zuletzt eifrig Flugmeilen. Von Berlin nach Krasnodar (Südrussland) und zurück, danach über Bursa (Türkei) nach Niedersachsen – die Reisestrapazen hatten sich in den letzten zehn Tagen geläppert.

Am Mittwoch zu Hause gegen Zagreb

Auf der anderen Seite musste das Team quasi mit gestutzten Flügeln spielen. Auf die Verletzungen von Taktgeber Peyton Siva (Rippe) und Joshiko Saibou (Fuß) folgte der Bänderriss von Martin Hermannsson, zudem sind die Center Dennis Clifford und Johannes Thiemann noch nicht wieder bei 100 Prozent. Die Folge: Erstmals wirkten die Berliner von Beginn an müde, sodass die erste Niederlage nach zuvor sechs Siegen fast folgerichtig wirkte. „Vielleicht wissen wir selbst nicht, warum wir bisher so viele Spiele gewonnen haben, angesichts der vielen Verletzten“, fragte sich Reneses.

Nun aber folgen immerhin drei Heimspiele in Serie, angefangen mit dem Eurocup-Duell gegen Cedevita Zagreb (Mittwoch). Auf Reisen gehen einzig Geschäftsführer Marco Baldi und Vizepräsident Henning Harnisch. Sie gehören zu einer Delegation, die Außenminister Heiko Maas nach Peking begleitet.