Basketball

Albas Peno bei heimstarken Türken besonders gefordert

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Dietmar Wenck
Klasse gegen Erfahrung: Alba Berlins 21 Jahre alter Spielmacher Stefan Peno (l.) in Aktion gegen den acht Jahre älteren Göttinger Michael Stockton

Klasse gegen Erfahrung: Alba Berlins 21 Jahre alter Spielmacher Stefan Peno (l.) in Aktion gegen den acht Jahre älteren Göttinger Michael Stockton

Foto: Paul Zinken / dpa

Alba Berlin ist im Eurocup sensationell Tabellenführer in seiner Gruppe. Doch am Mittwoch wartet in Bursa die nächste hohe Hürde.

Berlin.  Den ersten Eindruck, was von Alba Berlin in dieser Saison zu erwarten sein könnte, bekamen die Fans vor gut einem Monat in der Mercedes-Benz Arena. Da bezwang die Mannschaft von Trainer Aito Reneses Tofas Bursa in einem hinreißenden Basketballspiel im Eurocup mit 107:91. Seitdem haben die Berliner diesen Eindruck verfestigt. Bis auf einen Ausreißer nach unten bei Cedevita Zagreb (73:75) siegten sie in all ihren Partien souverän. Trotz großer Verletzungsprobleme wurde sogar bei Kuban Krasnodar gewonnen und die Tabellenspitze der Gruppe B erobert. Das kostete nicht nur Kuban-Trainer Sasa Obradovic seinen Job, es erhöhte auch den internationalen Status Albas enorm.

Türken sind daheim noch unbesiegt

So etwas stimuliert allerdings auch die Konkurrenz. Zum Beispiel Tofas Bursa hat nun großes Interesse daran, selbst den neuen Gruppenfavoriten zu ärgern. Bei diesem Gegner unweit des Marmarameeres treten die Berliner an diesem Mittwoch (18 Uhr, Telekomsport) an. Die Türken hat ihr Misserfolg vom Hinspiel nicht allzu sehr zurückgeworfen. Im Eurocup laufen sie zwar den Erwartungen etwas hinterher, aber die Qualifikation für die nächste Runde ist erreichbar.

Und in der starken heimischen Liga belegen sie Rang zwei wie Alba in Deutschland, sind daheim noch ungeschlagen. Soeben haben sie einen 82:78-Erfolg beim Europaligisten Darüssafaka Istanbul gefeiert. Dort wackelt nun der Stuhl von Trainer Ahmet Caki - wie Obradovic einst in Diensten Albas.

Reneses rechnet mit großem Widerstand

Reneses ist auf erheblichen Widerstand gefasst. „Tofas kennt unsere Spielweise jetzt und wird sicherlich besser auf uns vorbereitet sein. Außerdem spielen sie zu Hause, wo türkische Teams normalerweise deutlich stärker sind als auswärts“, sagt der Spanier. Besonderen Druck werden die Türken auf Stefan Peno ausüben, der vorerst den verletzten Peyton Siva als Spielmacher ersetzen muss. Allerdings wissen sie auch bei Tofas: Dies ist dem 21-Jährigen in Krasnodar sehr gut gelungen, wo ihm zehn Korbvorlagen bei nur einem Ballverlust gelangen. Vorstellungen wie jene lassen von Alba sogar noch mehr erwarten.