Basketball

Alba-Riese Clifford hofft auf das Comeback gegen Göttingen

Der Größte im Kader der Berliner brennt auf Einsätze. Die Chancen stehen gut gegen das Überraschungsteam der Liga.

Dennis Clifford (r.) im Finale gegen Bayern

Dennis Clifford (r.) im Finale gegen Bayern

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Bei Albas erstem Training nach dem grandiosen Sieg bei Lok Kuban zwei Tage zuvor bot sich ein gewohntes Bild. Als seine Kollegen noch alberten oder sich die Schuhe zubanden, war Dennis Clifford schon durchgeschwitzt. Laufband und Kraftraum sind seit nunmehr zwei Monaten wegen einer Entzündung im Knie sein täglich Brot. Aber offensichtlich nähert sich das Ende der Leidenszeit des 2,13-Meter-Riesen. In Krasnodar saß er mit seiner Rückennummer 33 bereits einsatzbereit auf der Bank. Gut möglich, dass Albas Center am Sonnabend gegen die BG Göttingen (18 Uhr, Mercedes-Benz Arena) erstmals in dieser Saison zum Einsatz kommt. Das Wort „Geduld“, sagt er mit hochgezogenem Mundwinkel, habe er jedenfalls in den vergangenen Wochen oft genug gehört.

Sein Einsatz wäre auch eine Überraschung für das Überraschungsteam der Liga. Die Göttinger, in den vergangenen Jahren eigentlich immer in der zweiten Tabellenhälfte der Bundesliga angesiedelt, kommen mit der Bilanz von 4:1 Siegen als Fünfter nach Berlin und sind seit fünf Wochen ungeschlagen.

Genug von Jeans und Polo-Hemd

Coach Aito Reneses erwartet „ein sehr offensivstarkes Team, das schwer zu verteidigen ist“. Wobei Gefahr vor allem aus der Distanz droht: Die Göttinger sind mit einer Treffer-Quote von 45 Prozent das beste Dreier-Team der Bundesliga (Alba: 40 Prozent). Treffen Teams gut von außen, bietet sich auch immer in Korbnähe mehr Platz. Und genau da könnte einer wie Clifford zweifelsfrei helfen.

„Im Moment konzentriere ich mich noch voll aufs Training, weil ich dort in einem kontrollierten Umfeld an die Grenze gehen kann“, sagt Albas Längster. Verrät aber, wie sehr er mit seiner Geduld am Ende ist. „In Krasnodar wieder auf der Bank dabei gewesen zu sein, war etwas ganz anderes, als die Mannschaft in Polo-Hemd und Jeans anzufeuern“, schwärmt Clifford. Zumindest dieses Erlebnis wird sich gegen Göttingen sicherlich wiederholen, weil durch die Verletzung Peyton Sivas einer der sechs Ausländerplätze frei geworden ist. Dann ist er erneut ganz dicht dran, und, so hofft er, womöglich auch endlich wieder mittendrin.