Basketball

Alba im Expresstempo ins Viertelfinale

Alba schaltet im Pokal souverän Bayreuth aus – obwohl die Berliner zu Beginn einige Hindernisse überwinden müssen.

Albas Bester: Kapitän Niels Giffey (r.) gelangen gegen Bayreuth 18 Punkte und acht Rebounds.

Albas Bester: Kapitän Niels Giffey (r.) gelangen gegen Bayreuth 18 Punkte und acht Rebounds.

Foto: Huebner/Lakomski / imago/Jan Huebner

Berlin.  Es scheint, als könne momentan nichts die Mannschaft von Alba Berlin ernsthaft aus der Spur bringen – weder ein weiterer Verletzter, noch ein veränderter Wettbewerb, eine ungewohnte Arena, eine nicht funktionierende Uhr oder ein schlechter Start ins Spiel. Das Team von Trainer Aito Reneses gewann das Achtelfinale im Pokalwettbewerb der Basketball-Bundesliga trotz aller Widrigkeiten gegen Medi Bayreuth souverän mit 88:68 (50:34).

Alba überzeugt mit Team-Basketball

„Es tut natürlich weh, wenn drei wichtige Spieler ausfallen“, sagte der Berliner Tim Schneider, „aber wir haben trotzdem einen tollen Team-Basketball gespielt.“ Der Schlüssel zum dritten Erfolg im dritten Pflichtspiel. Bayreuths Trainer Raoul Korner gab zu: „Wir haben es nicht geschafft, den Alba-Express aufzuhalten. Im zweiten Viertel haben sie so viel Tempo gemacht, dass die Partie quasi schon entschieden war.“

Der Reihe nach. Weil die Mercedes-Benz Arena durch die Eisbären belegt war, musste Alba in die Schmeling-Halle ausweichen, wo der Klub zwischen und 1996 und 2007 seine Heimspiele bestritt. Einer von knapp 7000 Zuschauern war Joshiko Saibou, dessen scheinbar auskurierte Fußverletzung wieder Schmerzen bereitet. Er ist der dritte Verletzte nach Dennis Clifford und Johannes Thiemann. Dann verweigerte die 24-Sekunden-Uhr ihren Dienst, die anzeigen soll, wie viel Angriffszeit bleibt. Zweimal war das Geschehen deshalb minutenlang unterbrochen. Und die Franken legten auch noch eine 10:2-Führung vor. Manch eine Mannschaft wäre da unruhig geworden.

Kapitän Giffey bester Spieler in der Schmeling-Halle

Alba dagegen erzeugte Unruhe in den Reihen des Kontrahenten. Mit sehr konsequenter Abwehrarbeit und schnell abgeschlossenen Angriffen wurde Bayreuth in der Folge mürbe gemacht, bis kurz vor der Pause waren bis zu 17 Punkte Vorsprung erarbeitet. Weil Luke Sikma, wertvollster Bundesligaspieler der vergangenen Saison, offensiv nicht seinen besten Tag hatte, trafen andere dafür umso besser. Allen voran Niels Giffey. Der Alba-Kapitän verpasste zwar seinen Hausrekord von 20 Punkten knapp (18), steuerte aber auch acht Rebounds bei. Er war der beste Mann auf dem Feld. Dazu überzeugten der Litauer Rokas Giedraitis (12), der seinen nach Kaunas gewechselten Landsmann Marius Grigonis fast schon vergessen macht, Schneider (11), Stefan Peno (11) und Peyton Siva (10), aber eigentlich alle Alba-Spieler.

„Sie haben den Ball super geteilt“, lobte Zuschauer Saibou, „haben wichtige Würfe getroffen, Rebounds geholt und waren offensiv wie defensiv immer da, wenn es drauf ankam.“ Nach der Halbzeit erlebte Bayreuth zudem eine Schrecksekunde, weil De’Mon Brooks beim Rebound mit dem Kinn an den Kopf von Giedraitis stieß und danach hart mit dem Hinterkopf auf den Boden aufschlug. Er war in der Schmeling-Halle buchstäblich k.o. gegangen und wurde ins Krankenhaus gebracht.

Pokalauslosung ist am Freitag in Berlin

Alba geriet nicht mehr in Gefahr und darf sich jetzt auf das Viertelfinale freuen. Gegner wie Bamberg, Bayern München, Bonn oder Frankfurt liegen im Lostopf. Und Alba natürlich. Die Partien werden am Freitag ermittelt: in der Pause des Bundesligaspiels der Berliner gegen Crailsheim. Dann wieder in der Mercedes-Benz Arena.