Basketball

Alba Berlin: Mit Rekordsieg in den Eurocup

Alba Berlins Saisoneinstieg verlief noch weit besser als erwartet: Beim 112:55 gegen Jena war sogar der Allzeitrekord in Reichweite.

Gut angekommen: Rokas Giedraitis (l.), hier im Duell gegen Jenas Immanuel McElroy, war mit 20 Punkten Topscorer der Partie

Gut angekommen: Rokas Giedraitis (l.), hier im Duell gegen Jenas Immanuel McElroy, war mit 20 Punkten Topscorer der Partie

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

Berlin.  Seine Mannschaft startete „besser als erwartet“ in die neue Basketball-Saison. So jedenfalls blickte Coach Aito Reneses auf Albas 112:55 (52:31)-Sieg gegen Science City Jena zurück. Eine etwas unterkühlte Analyse, denn sein Team hatte gerade mit einer Differenz von plus 57 Punkten den höchsten Auftaktsieg in der Geschichte der Basketball-Bundesliga errungen und war nur knapp am Allzeitrekord der Liga aus dem Jahr 1999 vorbeigeschrammt.

Tofas Bursa wird mehr Widerstand leisten

Damals hatten die Berliner in der Max-Schmeling-Halle den Gast aus Ulm mit 109:46, also mit 63 Punkten Vorsprung, deklassiert. Natürlich mache ein solcher Sieg „glücklich“, führte Reneses weiter aus. Davon, „zu glücklich zu werden“, riet Spaniens Trainer-Legende jedoch mahnend ab. Denn bereits am Dienstag ist der türkische Vize-Meister Tofas Bursa zum Auftakt des Eurocups in der Mercedes-Benz Arena (20 Uhr) zu Gast.

„Da werden wir etwas ganz anderes erleben und sehen, wo wir wirklich stehen“, glaubt Marco Baldi, der sich ebenfalls um den Spagat zwischen „Glücklich, aber nicht zu glücklich“ bemühte. Unter dem Strich stand für Albas Geschäftsführer jedoch, dass sein Team „nicht besser hätte starten können. Wir sind in Fluss gekommen, alle waren beteiligt, und teilweise standen vier Berliner Jungs auf dem Parkett, alle aus unserem eigenen Nachwuchs“.

Die Spielfreude ist die gleiche geblieben

Albas Mannschaft, abermals die jüngste der Bundesliga, trat mit der gleichen Spielfreude auf, mit der sie in der vergangenen Saison begeistert hatte. Und es dürfte ihrem Selbstvertrauen bestimmt gutgetan haben, dass zwei Neue auf Anhieb die Berliner Topscorer waren. Rokas Giedraitis (20 Punkte) begeisterte als eiskalter Dreier-Schütze und Johannes Thiemann (18 Punkte) mit seiner Physis und Beweglichkeit in Korbnähe. „Es hat richtig Spaß gemacht“, strahlte der 2,06 Meter große deutsche Nationalspieler, den alle nur „JT“ nennen. „Wir haben mit großer Energie und als Team zusammengespielt.“ Genau daran wollen die Berliner am Dienstag mit abgekühlten Glücksgefühlen anschließen, gegen einen Kontrahenten, der sie allerdings vor weit größere Probleme stellen dürfte.